BBK empfiehlt 72-Stunden-Notfallset als praktischen Einstieg in die Krisenvorsorge
Paul MeyerBBK empfiehlt 72-Stunden-Notfallset als praktischen Einstieg in die Krisenvorsorge
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) aktualisiert Notfallvorsorge-Empfehlungen
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat seine Richtlinien für die Notfallvorsorge überarbeitet. Zwar bleibt ein 10-Tage-Vorrat der ideale Standard, doch empfiehlt die Behörde Haushalten nun, mit einem 72-Stunden-Notfallset als praktischem Einstieg zu beginnen. Diese grundlegende Vorbereitung stellt sicher, dass Familien bei plötzlichen Krisen wie Stromausfällen, Stürmen oder Evakuierungen über das Nötigste verfügen.
Checkliste für den 72-Stunden-Notfallrucksack Die BBK-Liste umfasst essenzielle Gegenstände, um einen Haushalt für drei Tage zu versorgen. Pro Person sollten täglich zwei Liter Wasser – insgesamt also sechs Liter – sowie lang haltbare Lebensmittel wie Konserven oder Energieriegel eingepackt werden. Ein gut bestücktes Erste-Hilfe-Set mit Verbandsmaterial, Pflastern, Schere und Desinfektionsmittel darf nicht fehlen. Medikamente, Hygieneartikel sowie warme Kleidung oder Decken ergänzen die Grundausstattung.
Ein robuster, gut organisierter Rucksack erleichtert Lagerung und Transport. Das BBK rät zu einer batteriebetriebenen LED-Laterne, die bei Blackouts zuverlässig Licht spendet. Für die Informationsbeschaffung sorgt ein Kurbel- oder Solar-Radio, das auch ohne Strom Zugang zu aktuellen Meldungen ermöglicht. Ein leistungsstarker Powerbank-Akku kann Handys oder Taschenlampen mehrmals aufladen, während ein tragbarer Wasserfilter im Notfall sicheres Trinkwasser aus Bächen oder Leitungen ermöglicht, falls die Vorräte zur Neige gehen.
Weiteres nützliches Zubehör Ein Multitool mit Zange, Messer und Schraubendreher hilft bei schnellen Reparaturen. Wichtige Dokumente wie Ausweispapiere, Versicherungsunterlagen und Notfallkontakte sollten in einer wasserdichten Hülle aufbewahrt werden. Eine Taschenlampe mit Ersatzbatterien und ein batterie- oder kurbelbetriebenes Radio runden die Grundausstattung ab.
Praktische Vorsorge für den Ernstfall Die BBK-Richtlinien zielen darauf ab, Haushalten mit minimalem Aufwand eine Vorbereitung auf unerwartete Notlagen zu ermöglichen. Ein 72-Stunden-Set bietet einen realistischen Einstieg und deckt die wichtigsten Bedürfnisse ab: Nahrung, Wasser, medizinische Versorgung und Kommunikationsmittel. Wer diese Vorräte im Voraus zusammenstellt, ist auf kurzfristige Störungen besser vorbereitet und kann gelassener reagieren.






