24 March 2026, 18:17

Berlin startet historische Strategie gegen Queerfeindlichkeit mit 40 konkreten Maßnahmen

Große Gruppe von Menschen bei einer LGBTQ+-Rechtsdemo in Berlin, mit Fahnen und Plakaten, vor einem Gebäude mit einem Kran und Wolken im Hintergrund.

Berlin startet historische Strategie gegen Queerfeindlichkeit mit 40 konkreten Maßnahmen

Berlin ist das erste deutsche Bundesland, das eine umfassende Strategie zur Verbesserung der Sicherheit queerer Menschen eingeführt hat. Der unter dem Namen Berliner Landesstrategie für queere Sicherheit und gegen Queerfeindlichkeit bekannte Plan wurde kürzlich vom Senat verabschiedet – als Reaktion auf den Anstieg queerenfeindlicher Straftaten im vergangenen Jahr.

Die neue Strategie umfasst 40 Einzelmaßnahmen, um Queerfeindlichkeit zu bekämpfen und den Schutz in öffentlichen Räumen zu stärken. Ein zentraler Schritt ist die Einrichtung von Notrufstationen in Parks und auf Plätzen, an denen queere Menschen bereits Bedrohungen ausgesetzt waren. Zudem sollen bessere Beleuchtung und städtebauliche Veränderungen die Risiken in diesen Bereichen verringern.

In jedem Berliner Bezirk werden Beratungsstellen eingerichtet, die bei Diskriminierungserfahrungen unterstützen. Schulen müssen in Neubauten geschlechterneutrale Duschen und Toiletten vorsehen. Die Stadt wird außerdem Sensibilisierungsschulungen für Polizei- und Sicherheitskräfte ausbauen, um den Umgang mit queerspezifischen Themen zu verbessern.

Eine spezielle Einheit soll künftig Queerfeindlichkeit im Internet überwachen und bekämpfen. Veranstalter – ob von großen oder kleinen Events – müssen aktualisierte Sicherheitsrichtlinien einhalten, um Diskriminierung vorzubeugen. Hintergrund dieser Maßnahmen sind 588 gemeldete queerfeindliche Vorfälle in Berlin im Jahr 2023, darunter 127 gewalttätige Angriffe.

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Die Strategie stellt Berlins bisher ehrgeizigsten Versuch dar, queere Communities zu schützen. Zwar gibt es noch keine Pilotprojekte, doch mit der Senatszustimmung kann die Umsetzung bald beginnen. Ziel ist es, in der gesamten Stadt – von öffentlichen Parks bis hin zu digitalen Räumen – ein sicheres Umfeld zu schaffen.

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