Boris Palmer bleibt Tübinger Oberbürgermeister statt in die Landesregierung zu wechseln
Paul MeyerBoris Palmer bleibt Tübinger Oberbürgermeister statt in die Landesregierung zu wechseln
Boris Palmer hat sich entschieden, als unabhängiger Oberbürgermeister Tübingen zu bleiben, statt in die Landesregierung von Baden-Württemberg einzutreten. Der ehemalige Grünen-Politiker unterstützte zwar den erfolgreichen Wahlkampf von Cem Özdemir, lehnte aber ein Kabinettsamt ab. Mit seiner Entscheidung bleibt er weiterhin in der Kommunalpolitik aktiv, drei Jahre nach seinem Austritt aus der Partei.
Palmer verließ die Grünen im Mai 2023, blieb jedoch der pragmatischen Strömung der Realos verbunden. Trotz seines Parteiaustritts behielt er das Amt des Tübinger Oberbürgermeisters und sprach sich öffentlich für Özdemir während des Landtagswahlkampfs aus. Özdemir, der Winfried Kretschmann nachfolgen soll, habe mit ihm laut Berichten über eine Ministerposition gesprochen.
Landesparteivertreter wurden über Palmers Absicht informiert, in Tübingen zu bleiben. Auf Nachfrage bestätigte er erneut sein Engagement für die Stadt. Seine Entscheidung bedeutet, dass er Tübingen weiterhin als Parteiloser führen wird – trotz seiner früheren Verbindungen zu den Grünen.
Mit der Ablehnung eines Kabinettspostens konzentriert sich Palmer weiterhin auf Tübingen. Der Schritt entspricht seiner langjährigen Rolle in der Kommunalpolitik und seinem anhaltenden Einfluss im pragmatischen Flügel der Grünen. Seine Unterstützung für Özdemirs Wahlkampf trug zum Wahlergebnis bei, doch ein Landesamt wird er nicht übernehmen.