Cadolzburg prüft Trinkwassernetz – doch es gibt keinen Grund zur Sorge
Jakob BraunCadolzburg prüft Trinkwassernetz – doch es gibt keinen Grund zur Sorge
In Cadolzburg hat eine öffentliche Debatte über die Wasserversorgung der Stadt begonnen. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen vorsorgliche Maßnahmen zum Schutz des Trinkwassernetzes – nicht etwa eine akute Knappheit. Die Behörden versichern den Bürgerinnen und Bürgern, dass das Wasser weiterhin sicher und in vollem Umfang verfügbar sei.
Die Kommune hat eine umfassende Überprüfung aller Wasser- und Abwassersysteme eingeleitet. Der neue Werkeleiter Burkhard Bittner leitet die Arbeiten, die voraussichtlich sechs bis zwölf Monate dauern werden. Ziel ist es, die Anlagen auf den aktuellen technischen Stand zu bringen und mögliche versteckte Risiken aufzudecken.
Lokale Verantwortliche zerstreuen derweil Befürchtungen vor langfristigen Engpässen. Erste Bürgermeisterin Sarah Höfler und die Stadtwerke betonten, dass die Trinkwasserversorgung in Cadolzburg derzeit nicht gefährdet sei. Gleichzeitig hoben sie die Bedeutung von Wasser, Strom und Abwasserentsorgung als lebenswichtige öffentliche Dienstleistungen hervor.
Für Kleingärtner, die von den Maßnahmen betroffen sind, organisiert die Stadt vorübergehende Wasserlösungen. Parallel wird an einer dauerhaften, rechtlich abgesicherten Regelung gearbeitet. Zudem sollen die kommunalen Satzungen überarbeitet werden, um sie für die Bürger verständlicher zu gestalten – ohne dass Gebührenerhöhungen geplant sind.
Für die Zukunft prüfen die Stadtwerke weitere Projekte zur Stärkung der Infrastruktur. Dazu gehören die Suche nach zusätzlichen Wasserquellen sowie die Reaktivierung alter Brunnen für die künftige Nutzung.
Die Überprüfung der Systeme wird voraussichtlich bis zu einem Jahr dauern. Bis eine dauerhafte Lösung für die Kleingärten gefunden ist, erhalten die Nutzer Übergangshilfe. Die Stadt bleibt entschlossen, eine sichere und zuverlässige Wasserversorgung für alle Einwohner zu gewährleisten.
