29 June 2026, 18:32

CDU-Politiker Krings attackiert Prostituiertenschutz-Kommission als einseitig und realitätsfremd

CDU-Vize Krings kritisiert Prostituiertenkommission

CDU-Politiker Krings attackiert Prostituiertenschutz-Kommission als einseitig und realitätsfremd

Günter Krings, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat eine Kommission scharf kritisiert, die die deutschen Prostituiertenschutzgesetze überprüfen soll. Er wirft der Expertenrunde vor, während der Regierungszeit seiner Partei einseitig zusammengesetzt worden zu sein. Seine Äußerungen unterstreichen die Bedenken hinsichtlich der Besetzung und der Ergebnisse des Gremiums.

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Die Kommission war auf Initiative von Bundesfamilienministerin Karin Prien eingerichtet worden. Krings, der zugleich als frauenpolitischer Sprecher der CDU fungiert, moniert, dass ihre Zusammensetzung die Realität verzerrt darstelle. Er verweist darauf, dass sich das Gremium auf ein Gutachten eines kriminologischen Instituts stützt, dessen Leiter gleichzeitig den Vorsitz der Kommission innehat.

Krings wirft dem Vorsitzenden vor, umstrittene Forschungsergebnisse zu propagieren und diese nun zu verteidigen. Er stellt die Daten des Berichts infrage, wonach 25 Prozent der gemeldeten Sexarbeiter:innen einen Hochschulabschluss besitzen und 80 Prozent krankenversichert seien. Diese Zahlen hält er für unrealistisch und argumentiert, sie spiegelten lediglich einen kleinen, privilegierten Ausschnitt der Branche wider.

Laut Krings sind in Deutschland lediglich etwa 50 Sexarbeiter:innen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Er schätzt, dass nicht mehr als zehn Prozent der in der Branche Tätigen offiziell registriert sind. Die CDU/CSU-Fraktion zeigt sich seit Anbeginn enttäuscht und verunsichert über die Bildung der Kommission.

Im Mittelpunkt von Krings’ Kritik stehen die Glaubwürdigkeit des Gremiums und die Belastbarkeit seiner Forschungsergebnisse. Er behauptet, die vorliegenden Daten würden die tatsächlichen Verhältnisse in der Sexarbeit in Deutschland nicht abbilden. Seine Aussagen spiegeln die seit Langem bestehende Skepsis innerhalb der CDU/CSU gegenüber der Arbeit der Kommission wider.

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