25 March 2026, 14:16

CDU und Grüne in Baden-Württemberg starten Sondierungen mit scharfen Wortgefechten und alten Konflikten

Alte Karte von Stuttgart, Deutschland, in Grün umrandet, zeigt detaillierte Gebäude, Straßen und Merkmale mit Text über Bevölkerung, Lage und Geschichte.

CDU und Grüne in Baden-Württemberg starten Sondierungen mit scharfen Wortgefechten und alten Konflikten

Sondierungsgespräche zwischen CDU und Grünen in Baden-Württemberg beginnen in angespannter Atmosphäre

Zwei Wochen nach der Wahl haben die explorativen Gespräche zwischen CDU und Grünen in Baden-Württemberg in einem klimatisch belasteten Umfeld begonnen. Unstimmigkeiten und nachwirkende Frustrationen aus dem Wahlkampf prägen die frühen Verhandlungen.

Das erste Treffen fand im Tagungszentrum der Katholischen Kirche in Stuttgart statt. Doch noch bevor die eigentlichen Diskussionen begannen, setzten scharfe Wortgefechte und öffentliche Streitigkeiten den Ton. Die Delegation der Grünen traf sich zunächst in der Stuttgarter Fußgängerzone vor dem Veranstaltungsort, wo sie mit Brezeln, Butter und Getränken für ihr Team eine kurze Phase der Lockerheit schuf. Die CDU-Vertreter erschienen zehn Minuten später – von der gegenüberliegenden Seite kommend.

Im Inneren des Gebäudes geriet Innenminister Thomas Strobl mit Journalisten aneinander, woraufhin CDU-Co-Chef Manuel Hagel ihn umgehend rügte. Strobl hatte zuvor mit Äußerungen Aufsehen erregt, in denen er zwischen den "pragmatischen Kretschmann-Grünen" und den "weniger verlässlichen Özdemir-Grünen" unterschied. Seine Bemerkungen verschärften die Spannungen zwischen beiden Lagern weiter.

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Die Verhandlungen scheiterten sofort an der Frage der Ressortverteilung. Die CDU beansprucht mehr Ministerien als die Grünen, sodass nur die Stimme des Ministerpräsidenten als entscheidende Schlichtungsinstanz bleibt. Gleichzeitig werfen CDU-Vertreter den Grünen vor, im Wahlkampf eine Schmierenkampagne betrieben zu haben – ein Vorwurf, der die Beziehungen zusätzlich belastet.

Die Spannungen beschränken sich nicht auf den Verhandlungstisch. Manuel Hagel berichtete, nach dem Wahlergebnis auf Social Media Beleidigungen und drohende Nachrichten erhalten zu haben. Trotz der feindseligen Stimmung bekräftigten beide Parteien ihren Willen, die Gespräche fortzusetzen – konkrete Fortschritte blieben jedoch aus.

Die Verhandlungen stecken weiterhin in der Sackgasse: Sowohl die Aufteilung der Ministerien als auch ungelöste Konflikte aus dem Wahlkampf blockieren eine Einigung. Da weder der Bundesratspräsident noch andere hochrangige Vertreter öffentlich Stellung bezogen haben, liegt die Verantwortung nun bei Hagel und Özdemir, gemeinsame Lösungen zu finden. Die nächste Verhandlungsrunde wird zeigen, ob die beiden Parteien den aktuellen Stillstand überwinden können.

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