Comic-Legende Sam Kieth – Schöpfer von The Maxx und Sandman – stirbt mit 63 Jahren
Paul MeyerComic-Legende Sam Kieth – Schöpfer von The Maxx und Sandman – stirbt mit 63 Jahren
Sam Kieth, der gefeierte Comic-Künstler hinter The Maxx und Mitbegründer von Sandman, ist im Alter von 63 Jahren verstorben. Sein Tod am 15. März folgte einem langen Kampf gegen Lewy-Körperchen-Demenz, eine fortschreitende neurologische Erkrankung. Kieths markanter, ausdrucksstarker Stil prägte die Branche über eine fast fünf Jahrzehnte umfassende Karriere hinweg nachhaltig.
Schon mit 17 Jahren begann Kieth, professionell Comics zu zeichnen – zunächst für den Verlag Comico. Ende der 1980er-Jahre arbeitete er an großen Marvel-Titeln wie Wolverine und Der unglaubliche Hulk. Sein Durchbruch gelang ihm 1993 mit The Maxx, einer surrealen Superhelden-Serie, die bei Image Comics erschien. Der Erfolg des Comics führte zu einer animierten Adaption auf MTV und festigte Kieths Einfluss weit über die gedruckte Seite hinaus.
1989 schuf er gemeinsam mit Neil Gaiman für DC Comics die Serie Sandman und zeichnete die ersten fünf Ausgaben. Die Reihe entwickelte sich zu einem Meilenstein der grafischen Erzählkunst. Später kehrte Kieth zu DC zurück und arbeitete an Projekten wie Batman: Secrets, Batman/Lobo: Deadly Serious und Lobo: Highway to Hell. Daneben wirkte er an Independent-Titeln wie Zero Girl, Four Women und Ojo mit.
Jenseits der Comics führte Kieth Regie bei Take It to the Limit, einem Low-Budget-Actionfilm, der von Roger Cormans Concorde-New Horizons produziert wurde. Sein letztes großes Projekt, Arkham Dreams, markierte 2022 seinen Rückzug aus gesundheitlichen Gründen. Drei Jahre später erlag er schließlich den Folgen der Lewy-Körperchen-Demenz.
Kieths Tod hinterlässt eine Lücke in der Comic-Welt, in der sein unverwechselbarer Stil und sein Erzähl Talent ganze Generationen von Leser:innen prägten. Seine Beiträge – von The Maxx bis Sandman – bleiben sowohl im Mainstream als auch im Independent-Bereich grundlegend. Fans und Weggefährt:innen werden ihn als kreativen Visionär in Erinnerung behalten, dessen Werk das Medium nachhaltig veränderte.






