Derby-Alarm: Behrens fordert Ultra-Fans zum Gewaltstopp vor Hannover 96 gegen Braunschweig auf
Paul MeyerInnenminister: Ultras haben ein Problem in den eigenen Reihen - Derby-Alarm: Behrens fordert Ultra-Fans zum Gewaltstopp vor Hannover 96 gegen Braunschweig auf
Vor dem Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig hat Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens Bedenken hinsichtlich der Stadionsecurity geäußert. Sie fordert schärfere Maßnahmen und ruft Ultra-Fangruppen auf, die Gewalt in den eigenen Reihen zu bekämpfen.
Das mit Spannung erwartete Spiel findet am Freitag um 18:30 Uhr in Hannover statt. Behrens kritisierte den hohen Polizeieinsatz und bezeichnete es als "nicht tragbar", bis zu 2.000 Beamte für eine einzige Partie abzustellen. Im Vergleich zu anderen Großveranstaltungen seien solche Zahlen unnötig.
Bei früheren Duellen der beiden Vereine hatten die niedersächsischen Behörden bereits umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Beim Spiel am 28. Oktober 2023 in Hannover waren über 800 Polizisten im Einsatz, wobei bereits vor Anpfiff 20 Festnahmen erfolgten. Zu den Maßnahmen zählten verstärkte Personalkontrollen, Videoüberwachung, Absperrungen und Razzien in Fanzonen.
Behrens verlangt nun von den Fangruppen mehr Eigenverantwortung. Sollten diese die Gewalt nicht eindämmen, droht sie mit politischen und sportlichen Konsequenzen durch Verbände. Ihr Ziel ist es, den Polizeieinsatz in den Stadien zu verringern und die Verantwortung für Ordnung auf die Fans zu verlagern.
Ihre Haltung macht sie bei manchen Anhängern unbeliebt. Die Ministerin, die für ihre Forderung nach verschärften Sicherheitsvorkehrungen bei Risikospielen bekannt ist, betont, dass ein Umdenken nötig sei, um die anhaltenden Probleme zu lösen.
Die Warnungen der Ministerin kommen zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Behörden auf ein weiteres brisantes Derby vorbereiten. Angesichts der früheren Ausschreitungen, die massive Polizeieinsätze erforderten, rückt nun in den Fokus, ob die Fangruppen handeln werden. Sollten sie versagen, könnten weitere Eingriffe von offizieller Seite und Fußballverbänden folgen.