Deutsche Bauwirtschaft erlebt historischen Einbruch nach Kriegsende
Die deutsche Bauwirtschaft steht vor einem deutlichen Einbruch. Der Zementverbrauch ist auf ein Niveau gesunken, wie es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr verzeichnet wurde. Die Aktivitäten im Wohnungsbau, bei der Infrastruktur und in gewerblichen Projekten bleiben schwach.
Der Zementverbrauch ist im Vergleich zu 2020 um 30 Prozent zurückgegangen. Hohe Zinsen und steigende Baukosten haben den privaten Wohnungsbau ausgebremst. Auch Investitionen in öffentliche Infrastruktur und Gewerbeimmobilien sind rückläufig.
Die Baustoffbranche verzeichnet einen drastischen Nachfragerückgang. Trotz eines jüngsten Anstiegs der Baugenehmigungen um 10 Prozent bleibt die Gesamtaktivität verhalten. Öffentliche Mittel für Infrastrukturprojekte wurden zwar bereitgestellt, haben den Sektor bisher aber nicht belebt.
Analysten erwarten eine leichte Erholung in der zweiten Jahreshälfte. Doch die Binnennachfrage bleibt schwach, und ein rascher Aufschwung ist nicht in Sicht. Die Branche kämpft weiterhin mit geringer Nachfrage und finanziellen Belastungen. Ein leichter Anstieg der Genehmigungen gibt zwar etwas Hoffnung, doch die Erholung des Sektors hängt von einer breiteren wirtschaftlichen Besserung ab. Der Zementverbrauch und die Projektstarts liegen weiterhin deutlich unter den früheren Werten.
