30 April 2026, 10:18

Deutschland plant strengere Krypto-Steuern – was Anleger jetzt wissen müssen

Tortendiagramm, das die Marktkapitalisierungen von Kryptowährungen im Jahr 2016 zeigt, mit Abschnitten für Bitcoin, Ethereum, Litecoin und andere Kryptowährungen.

Deutschland plant strengere Krypto-Steuern – was Anleger jetzt wissen müssen

Deutschland könnte bald die Steuerregeln für Kryptowährungen verschärfen, um zusätzliche Einnahmen für den Staat zu generieren. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil will durch strengere Besteuerung von Krypto-Assets und ein härteres Vorgehen gegen Finanzkriminalität bis 2027 zusätzliche 2 Milliarden Euro einnehmen. Derzeit können Anleger Kryptowährungen steuerfrei verkaufen, wenn sie diese mindestens ein Jahr lang halten – doch das könnte sich bald ändern.

Nach den aktuellen Vorschriften zahlen Deutsche auf Gewinne aus Krypto-Verkäufen innerhalb eines Jahres Einkommensteuer, sofern die Erträge nicht unter 1.000 Euro bleiben. Langfristige Anleger profitieren nach zwölf Monaten von einer Steuerbefreiung. Die Abschaffung dieser Regelung könnte zur größten Einnahmequelle der Regierung werden.

Das Finanzministerium hat noch nicht im Detail erklärt, wie die Krypto-Besteuerung angepasst werden soll; im Haushaltsentwurf ist lediglich von einer "Anpassung" die Rede. Eine Möglichkeit wäre, Krypto-Gewinne wie Aktien zu besteuern – mit einem pauschalen Kapitalertragsteuersatz von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

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Eine neue EU-Richtlinie wird Krypto-Anbieter demnächst verpflichten, Transaktionsdaten, Vermögenswerte und Nutzerinformationen zu melden. Dadurch wird es schwieriger, Gewinne vor den Steuerbehörden zu verbergen. Klingbeil plant zudem schärfere Prüfungen und höhere Strafen für Steuerhinterzieher.

Noch ist unklar, ob die Änderungen auch bestehende Krypto-Besitzer betreffen werden. Eine Sonderregelung für langfristige Anleger könnte weiterhin gelten. Bevor eine Reform in Kraft tritt, muss der Vorschlag zunächst Bundestag und Bundesrat passieren.

Die Regierung strebt an, die neuen Krypto-Steuerregeln in den kommenden Monaten finalisieren. Falls die Pläne verabschiedet werden, könnten sie Milliarden einbringen und gleichzeitig Schlupflöcher für Steuerhinterziehung schließen. Anleger müssen jedoch auf einen Gesetzesentwurf warten, um genau zu erfahren, wie ihre Bestände besteuert werden.

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