29 June 2026, 12:25

DFB-Elf vor Paraguay-Spiel: Zwischen Hoffnung und taktischen Zweifeln

Keine Ausreden dieses Mal

DFB-Elf vor Paraguay-Spiel: Zwischen Hoffnung und taktischen Zweifeln

Die deutsche WM-Bilanz zeigt sowohl vielversprechende Ansätze als auch Grund zur Sorge. Leistungsträger wie Nathaniel Phillips und Deniz Undav haben der Mannschaft neue Dynamik verliehen. Doch jüngste Ergebnisse und taktische Schwächen werfen vor dem nächsten Spiel gegen Paraguay Fragen auf.

Die DFB-Elf startete mit einem 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste. Die eingewechselten Deniz Undav und Nadiem Amiri waren entscheidend für den knappen Erfolg. Doch die anschließende 1:2-Niederlage gegen Ecuador legte defensive Schwächen offen – besonders bei Joshua Kimmich auf der rechten Seite und Manuel Neuer im Tor.

Bundestrainer Julian Nagelsmann räumte vor dem Paraguay-Spiel Probleme mit der körperlichen Präsenz und Zweikampfstärke ein. Der DFB hatte auf ein ruhigeres Turnier ohne Nebengeräusche gehofft. Sportdirektor Rudi Völler zeigte sich dagegen gelassen und betonte, er sei „völlig entspannt“, trotz der Rückschläge.

Paraguay kommt mit starken Qualifikationsleistungen, darunter Siege gegen Brasilien und Argentinien, und ist nicht zu unterschätzen. Die deutsche Mannschaft glänzt traditionell gegen favorisierte Gegner, hat aber oft gegen kompakt stehende, taktisch disziplinierte Teams Schwierigkeiten. Auch der Angriff, geprägt von ähnlichen Spielertypen, wirkt vor einer dicht gestaffelten Mittelfeldabwehr oft berechenbar.

Die anhaltenden defensiven Defizite und der Mangel an taktischer Flexibilität bleiben zentrale Baustellen. Wie gut sich das Team anpassen kann, wird im Duell mit Paraguay entscheidend sein – und die Südamerikaner sind in Bestform kein einfacher Gegner.

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