09 May 2026, 22:14

Düngemittelpreise steigen – Bio-Alternativen boomen wie nie zuvor

Alter Buchumschlag aus dem Jahr 1941 mit dem Titel "Düngemittel Samen Landwirtschaftliche Geräte" mit einer Illustration einer grünen Pflanze mit Blättern und Stielen.

Düngemittelpreise steigen – Bio-Alternativen boomen wie nie zuvor

Gärtner sehen sich mit steigenden Kosten und veränderten Trends bei der Düngemittelwahl konfrontiert. Zwar sind synthetische Produkte vorerst noch erhältlich, doch die Preise werden voraussichtlich im kommenden Jahr weiter anziehen. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach biologischen Alternativen seit der Pandemie und dem Ukraine-Krieg stark gestiegen.

Derzeit kostet ein Liter flüssiger Mineraldünger im Endverkauf etwa 12 Euro. Branchenexperten warnen jedoch, dass der Preis bald auf 13 oder 14 Euro steigen könnte. Ein Grund für den Anstieg sind die globalen Spannungen, darunter der anhaltende Konflikt im Iran, der die Produktionskosten in die Höhe treibt.

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Die Hersteller haben die Rohstoffe für synthetische Düngemittel in dieser Saison bereits gesichert, sodass die Versorgung vorerst stabil bleibt. Doch die Bestände für das nächste Jahr werden voraussichtlich deutlich teurer. Das größere Problem liegt jedoch in der Logistik: Die stark gestiegenen Dieselpreise erschweren den effizienten Transport, was zu Lieferverzögerungen und zusätzlichen Aufschlägen für den Handel führen könnte.

Unterdessen wächst der Biomarkt rasant. Die Wachstumsraten liegen zwei- bis dreimal höher als bei konventionellen Produkten. Compo, ein führender Anbieter, berichtet, dass mittlerweile etwa zwei Drittel seines Sortiments an Erden und Pflanzenschutzmitteln biozertifiziert sind. Dieser Wandel spiegelt veränderte Gewohnheiten unter Hobbygärtnern wider, die seit der COVID-19-Pandemie und dem Ukraine-Krieg vermehrt zu ökologischen Lösungen greifen.

Der Düngemittelmarkt befindet sich in einem klaren Umbruch: Bioprodukte gewinnen an Boden. Synthetische Alternativen bleiben zwar vorerst im Regal, doch höhere Kosten sind unvermeidbar. Gärtner müssen möglicherweise ihr Budget anpassen oder auf biologische Produkte umsteigen, während Preise und Lieferengpässe anhalten.

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