07 April 2026, 22:18

Energiepreise bremsen Deutschlands Wirtschaft: Wachstumsprognose halbiert sich

Schwarzer Hintergrund mit weißer Schrift, die besagt: "Prognose vs Vorhersage: Vorhersagen ist eine Frage der Sicherheit, und Prognosen sind eine Frage des Ungewissen."

Energiepreise bremsen Deutschlands Wirtschaft: Wachstumsprognose halbiert sich

Deutschlands Wirtschaftsperspektiven verdüstern sich: Energiepreise halbieren Wachstumserwartungen

Die konjunkturellen Aussichten Deutschlands haben sich deutlich eingetrübt, da steigende Energiepreise die Wachstumsprognosen halbiert haben. Ein neuer Bericht von sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstituten aus Deutschland und Österreich nennt den Iran-Konflikt als Haupttreiber der gestiegenen Kosten. Die am Mittwoch veröffentlichten Ergebnisse warnen zudem vor kurzfristigen staatlichen Eingriffen zur Deckelung der Energiepreise.

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Die aktuelle Frühjahresprognose geht nun von einem Wirtschaftswachstum von nur noch 0,6 Prozent im Jahr 2026 und 0,9 Prozent im Jahr 2027 aus. Dies stellt eine deutliche Abwärtskorrektur gegenüber früheren Schätzungen dar – vor allem wegen des Energiepreisschocks, der durch den Iran-Krieg ausgelöst wurde. Timo Wollmershäuser, Leiter der Wirtschaftsforschung am Münchner ifo Institut, führte die Wachstumsabschwächung direkt auf die Auswirkungen des Konflikts auf die Sprit- und Heizkosten zurück.

Auch die Inflation wird voraussichtlich steigen: Die Verbraucherpreise dürften 2026 um 2,8 Prozent und 2027 um 2,9 Prozent klettern. Statt flächendeckender Preiskontrollen empfiehlt der Bericht "zielgerichtete soziale Ausgleichsmaßnahmen", um einkommensschwache Haushalte vor explodierenden Energiekosten zu schützen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) räumte den Handlungsdruck ein und betonte, die Nahost-Krise zwinge Deutschland, strukturelle Reformen zu beschleunigen.

Die Prognose dient als Grundlage für die eigenen Wirtschaftsvorhersagen der Regierung, die am 22. April vorgestellt werden sollen. Die revidierten Zahlen unterstreichen die Belastung der deutschen Wirtschaft durch die anhaltende Volatilität der Energiepreise. Die Politik steht nun vor der Herausforderung, unterstützende Maßnahmen für belastete Haushalte zu finden, ohne durch marktverzerrende Eingriffe zusätzliche Probleme zu schaffen. Die Empfehlungen des Berichts dürften die anstehenden Debatten über Wirtschaftspolitik und Reformen maßgeblich prägen.

Quelle