Energiepreise steigen: Wer mit E-Auto und Solaranlage jetzt spart – und wer zahlt
Maximilian BrandtEnergiepreise steigen: Wer mit E-Auto und Solaranlage jetzt spart – und wer zahlt
Energiepreise in Europa stiegen im März erneut – mit unterschiedlichen Folgen für E-Auto-Besitzer und Haushalte
Die Energiekosten in Europa kletterten im März erneut und trafen Besitzer von Elektrofahrzeugen (E-Autos) sowie Haushalte unterschiedlich hart. Der anhaltende Iran-Konflikt trieb die Gaspreise in die Höhe und setzte die Strommärkte unter Druck. Einige Verbraucher konnten ihre Rechnungen durch angepasste Ladegewohnheiten senken, während andere mit steigenden Ausgaben konfrontiert waren.
Die Großhandelspreise für Strom schwankten Anfang März stark, mit plötzlichen Preissprüngen und -einbrüchen, die für Instabilität sorgten. Auch die Stromtarife für Neukunden zogen im Laufe des Monats leicht an. Nutzer von E-Autos, intelligenten Stromzählern und flexiblen Tarifen verzeichneten im Vergleich zu Februar einen Anstieg ihrer Kosten um etwa 3 %.
Haushalte, die sowohl über Solaranlagen als auch ein E-Auto verfügten, zahlten deutlich weniger als solche, die allein auf ein Elektrofahrzeug angewiesen waren. Daten aus dem Jahr 2025 zeigen, dass die obersten 10 % der Tibber-Kunden in dieser Gruppe nur 22 Cent pro Kilowattstunde zahlten, während reine E-Auto-Nutzer 26 Cent berappen mussten. Die anpassungsfähigsten Haushalte – also jene, die ihre Ladezeiten in teure Phasen verlegten – senkten ihre Kosten im Vergleich zum Vormonat um fast 7 %.
Das Ladeverhalten änderte sich im März spürbar: Immer mehr Nutzer luden ihre Fahrzeuge zwischen 4 und 6 Uhr morgens, während das abendliche Laden zurückging. Tibber-Kunden wichen dank intelligenter Technologie automatisch den Spitzenpreisen aus, indem sie ihren Verbrauch anpassten.
Edgeir Aksnes, der globale CEO von Tibber, hinterfragte die anhaltende Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Energieträgern zur Stromerzeugung. Er verwies auf die Ineffizienz, in Zeiten volatiler Märkte und steigender Preise weiterhin auf Gas und Kohle zu setzen.
Die Energiekrise belastet europäische Haushalte weiterhin – doch flexible Tarife und intelligentes Laden bieten zumindest teilweise Entlastung. Wer sein Verhalten anpasste, profitierte von niedrigeren Rechnungen, während andere höhere Kosten tragen mussten. Die Kluft zwischen Haushalten mit Solaranlagen und reinen E-Auto-Nutzern bleibt beträchtlich und zeigt, wie stark Energieentscheidungen die Ausgaben beeinflussen.






