VdK-Präsidentin Bentele fordert faire Gesundheitsreformen ohne Leistungskürzungen
Jakob BraunVdK-Präsidentin Bentele fordert faire Gesundheitsreformen ohne Leistungskürzungen
VdK-Präsidentin Verena Bentele fordert grundlegende Reformen der Gesundheitsfinanzierung
Die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Verena Bentele, hat weitreichende Reformen bei der Finanzierung des Gesundheitssystems angemahnt. Angesichts der für Montag erwarteten Vorstellung von 60 Einsparvorschlägen der Gesundheitsfinanzierungskommission betont sie, dass Veränderungen keinesfalls zu Leistungskürzungen für Patientinnen und Patienten führen dürften. Ihre Forderungen zielen auf eine gerechtere Finanzierung ab – insbesondere zum Schutz sozial benachteiligter Gruppen vor zusätzlichen Belastungen.
Bentele lehnt Maßnahmen ab, die die finanziellen Lasten weiter auf die Versicherten abwälzen würden. Sie spricht sich gegen höhere Zuzahlungen für Medikamente oder die Wiedereinführung von Praxisgebühren aus, da dies vor allem chronisch Kranke, ältere Menschen und Geringverdiener hart treffen würde. Ebenfalls strikt abgelehnt wird die Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung – dies würde nach ihren Worten Frauen und einkommensschwache Familien unverhältnismäßig benachteiligen.
Stattdessen plädiert sie für strukturelle Änderungen, um Einnahmen und Ausgaben in Einklang zu bringen. Dazu gehören die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze für Krankenversicherungsbeiträge sowie die Ausweitung der beitragspflichtigen Einnahmearten. Zudem schlägt sie vor, die Ausgaben für Leistungserbringer vorübergehend einzufrieren, um die Kosten zu begrenzen.
Um die Beitragszahler zu entlasten, fordert Bentele die Bundesregierung auf, gesellschaftlich bedingte Ausgaben innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung zu übernehmen. Der VdK erwartet von den Kommissionsempfehlungen eine Entlastung der Finanzlage – ohne dass dabei wesentliche Leistungen für Versicherte gekürzt werden.
Die 60 Einsparvorschläge der Kommission sollen am Montag veröffentlicht werden. Benteles Position unterstreicht die Notwendigkeit von Reformen, die weder die Versorgungsqualität mindern noch die Kosten für Patientinnen und Patienten erhöhen. Ihr Fokus bleibt auf einer fairen Finanzierung und dem Schutz derer gerichtet, die besonders von finanziellen Härten bedroht sind.






