31 March 2026, 08:20

Explodierende Spritkosten bedrohen Busverbindungen in ländlichen Regionen

Liniengraph, der die US-Dieselverkaufspreistrends von 1990 bis 2020 zeigt, mit mehreren farbigen Linien, die verschiedene Datenpunkte darstellen, auf einem weißen Hintergrund.

Explodierende Spritkosten bedrohen Busverbindungen in ländlichen Regionen

Spritkosten für Busunternehmen in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie stark gestiegen

Die Kraftstoffkosten für Busbetriebe in Deutschland sind seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie deutlich angestiegen. Der Dieselpreis, der 2020 zeitweise auf etwa 1,30 Euro pro Liter gefallen war, kletterte seither stark nach oben und erreichte im März 2026 mit 2,109 Euro einen Rekordwert. Der drastische Anstieg bedroht nun das Überleben ländlicher Busverbindungen im ganzen Land.

Die Krise begann Anfang 2020, als die Dieselpreise aufgrund der nachfragebedingten Einbrüche während der Lockdowns stark sanken. Doch bereits 2022 und 2023 stiegen die Kosten rasant an, und die Preise blieben auch 2024 und 2025 auf hohem Niveau. Nach einem Höchststand von 1,69 Euro pro Liter im Jahr 2025 folgte Anfang 2026 ein noch steilerer Preissprung – mitursächlich waren dabei auch die Spannungen rund um den Iran. Für Busunternehmen bedeutet dies monatliche Mehrkosten im sechsstelligen Bereich.

Der öffentliche Nahverkehr in Deutschland ist in hohem Maße von staatlichen Subventionen abhängig, wobei der Bund jährlich rund 12 Milliarden Euro bereitstellt. Doch selbst diese Mittel reichen nicht mehr aus. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) warnt, dass ohne zusätzliche Unterstützung Kürzungen unvermeidbar seien. Alexander Möller, beim VDV für den ÖPNV zuständig, fordert die Politik zum Handeln auf und betont, wie wichtig es sei, die Fahrpreise bezahlbar zu halten und den Betrieb aufrechtzuerhalten.

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Besonders kleine Betreiber, vor allem in ländlichen Regionen, sind am stärksten gefährdet. Der Landesverband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) warnt, dass bei weiter steigenden Kosten einige Strecken komplett eingestellt werden könnten. Die Bundesländer schätzen, dass bis 2031 zusätzliche 14 Milliarden Euro nötig sein werden, um das aktuelle Angebot nur zu erhalten.

Ohne weitere finanzielle Hilfen drohen vielen Busunternehmen die Schließung oder massive Einschränkungen. Gerade in ländlichen Gebieten, wo das ÖPNV-Angebot ohnehin dünn ist, könnten ganze Linien wegfallen. Der Druck auf die Politik wächst, zu handeln, bevor Kürzungen unausweichlich werden.

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