Frederik Rønnows schwierige Phase zwischen Nationalmannschaft und Union Berlin
Maximilian BrandtFrederik Rønnows schwierige Phase zwischen Nationalmannschaft und Union Berlin
Frederik Rønnow durchlebt seit einigen Monaten eine schwierige Phase – sowohl auf internationaler Ebene als auch in seinem Verein. Der dänische Torhüter kehrte nach seinem Rücktritt Ende 2023 zwar in die Nationalmannschaft zurück, musste aber von der Bank aus miterleben, wie die Mannschaft die Qualifikation für die Weltmeisterschaft verpasste. Gleichzeitig kämpft sein Klub, der 1. FC Union Berlin, in der Bundesliga mit einer Formkrise: Nach einer zunächst starken Saisonposition folgte eine Serie schwacher Leistungen.
Rønnows Rückkehr in die Nationalelf kam überraschend. Nach seinem Rückzug aus dem dänischen Kader Ende letzten Jahres wurde er aufgrund von Personalengpässen im Tor wieder berufen. Er reiste mit dem Team zum EM-Qualifikationsspiel gegen Nordmazedonien, blieb im 3:0-Sieg jedoch ohne Einsatz. Eine leichte Fußverletzung aus dem Training schränkte seine Beteiligung weiter ein, sodass sein Einfluss auf die Vorbereitung unklar blieb.
Der Rückschlag folgte auf das schmerzhafte Ausscheiden Dänemarks in der WM-Qualifikation. Im Playoff-Finale unterlag die Mannschaft Tschechien im Elfmeterschießen – ein Ergebnis, das Rønnow enttäuscht zurückließ. Dennoch betont er, dass seine Frustration nicht in seine Leistungen für Union Berlin einfließen werde, wo er seit 2021 die Nummer eins im Tor ist.
Auf Vereinsebene hat sich Unions einst komfortabler Vorsprung auf die Abstiegsränge deutlich verringert. Mit nur zwei Siegen in den letzten zwölf Spielen schmolz der zuvor zweistellige Punkteabstand dahingehend, dass die Mannschaft nun nur noch sieben Zähler über dem Relegationsplatz liegt. Dennoch bietet dieser Puffer vorerst Entlastung. Im vergangenen Sommer verlängerte Rønnow seinen Vertrag beim Klub und signalisierte damit seine langfristige Bindung. Mit seiner in Berlin lebenden Familie deutete er bereits an, seine Karriere in der Hauptstadt beenden zu wollen.
Trotz der aktuellen Formschwäche bleibt Rønnow eine Schlüsselfigur für Union Berlin. Seine Vertragsverlängerung und die persönliche Verbindung zur Stadt stehen für Stabilität – trotz der jüngsten Herausforderungen. Der aktuelle Abstand zur Abstiegszone gibt dem Team vorerst Luft, um wieder an Schwung zu gewinnen.






