Freizeitfahrzeugbranche 2025: Warum die Produktion um 17 Prozent einbrach

Maximilian Brandt
Maximilian Brandt
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Ein Vintage-Plakat, das Fahrräder und Automobile in Cottereau und Dijon, Frankreich, bewirbt und Menschen zeigt, die Fahrräder fahren und eine Kutsche mit dem Text "Fahrräder und Automobile" oben drauf.Maximilian Brandt

Verband: Weniger Wohnmobile und Wohnwagen produziert - Freizeitfahrzeugbranche 2025: Warum die Produktion um 17 Prozent einbrach

2025 war für die deutsche Freizeitfahrzeugbranche ein schwieriges Jahr: Bahnbrechende Produktionseinbrüche

Die deutsche Freizeitfahrzeugindustrie erlebte 2025 ein herausforderndes Jahr mit einem deutlichen Produktionsrückgang. Die Hersteller drosselten ihre Fertigung um 17 Prozent und stellten nur noch 99.000 Wohnmobile und Wohnwagen her – deutlich weniger als in den Vorjahren. Trotz dieses Rückgangs blieb die Nachfrage nach neuen und gebrauchten Fahrzeugen im gesamten Land hoch.

Der Produktionsrückgang folgte auf einen Höchststand im Jahr 2023, als deutsche Unternehmen über 133.600 Freizeitfahrzeuge produzierten – die höchste Zahl seit Jahren. 2025 zeichnete sich jedoch ein deutlicher Wandel ab: Die Produktion sank auf rund 99.000 Einheiten. Der Caravaning Industrieverband (CIVD) führte die Verlangsamung auf eine vorübergehende Marktübersättigung zurück.

Sowohl Wohnmobile als auch angehängte Wohnwagen verzeichneten ähnliche Produktionsrückgänge. Dennoch blieb das Verbraucherinteresse ungebrochen: Fast 94.100 Neuzulassungen wurden bundesweit registriert. Auch der Gebrauchtwagenmarkt boomte und verzeichnete mit über 192.000 Halterwechseln einen neuen Rekord. Deutschland bleibt Europas führender Produzent und Exporteur von Freizeitfahrzeugen und beherbergt große Marken wie Bürstner, Dethleffs und Hymer. Die Branche erzielte zwar noch einen Umsatz von 14,1 Milliarden Euro, was jedoch einem Rückgang von 6,5 Prozent gegenüber 2024 entspricht.

Auf der CMT, der weltweit größten Fachmesse für Tourismus und Freizeit, präsentierten Branchenführer rund 1.200 Wohnmobile und demonstrierten damit weiterhin Innovationskraft und Marktengagement. Für 2026 zeigte sich der CIVD vorsichtig optimistisch und deutete an, dass sich die Branche nach dem schwierigen Jahr stabilisieren könnte.

Der Produktionsrückgang 2025 führte zwar zu geringeren Umsätzen und weniger hergestellten Fahrzeugen, doch die Nachfrage nach Freizeitreiseoptionen blieb robust. Mit Rekordzahlen bei Gebrauchtwagenverkäufen und stabilen Neuzulassungen zeigte der Markt Anpassungsfähigkeit. Hersteller und Verbände konzentrieren sich nun auf die Erholung und blicken mit Zuversicht auf das Jahr 2026.