Hertha BSCs späte Serie bringt Hoffnung – doch der Aufstieg bleibt fern
Paul MeyerHertha BSCs späte Serie bringt Hoffnung – doch der Aufstieg bleibt fern
Hertha BSC hat in den letzten Wochen eine bemerkenswerte Wende erlebt. Nach der deutlichen 2:5-Niederlage gegen den SC Paderborn Mitte März lag die Mannschaft fünf Punkte hinter den Aufstiegsrängen zurück. Doch seitdem hat das Team aus vier Spielen zehn Punkte geholt – die beste Bilanz der Liga – und sich mit 44 Zählern auf den sechsten Platz vorgearbeitet.
Der Formaufschwung kam, nachdem Trainer Stefan Leitl den direkten Aufstieg öffentlich ausgeschlossen hatte. Mit sieben Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz vor dem 28. Spieltag hat der Druck nachgelassen – und die Leistungen sind besser geworden.
Herthas Wiederaufstieg ist vor allem einer starken Offensive zu verdanken. In der Rückrunde hat die Mannschaft 21 Tore erzielt – mehr als jede andere in der 2. Bundesliga. Auswärts ist die Bilanz besonders beeindruckend: 28 Treffer in Fremdspielen sprechen für sich.
Mittelfeldspieler Kevin Sessa, der nach vier Startelf-Einsätzen in Folge nun zur Stammformation gehört, führt Verletzungen und Inkonsistenz als Hauptgründe für die früheren Schwächen an. Die Abwesenheit von Kennet Eichhorn hat ihm mehr Spielzeit beschert – und er hat die Chance genutzt. Sein Vertrag läuft bis Sommer 2027, und er hat klar gemacht, dass er nicht vorzeitig wechseln wird.
Sessa bleibt überzeugt von der Qualität des Kaders und betont, dass das Team das Zeug habe, ganz oben mitzuspielen. Gleichzeitig gibt er zu, dass zu viele Punkte über die Saison hinweg liegen gelassen wurden, um noch ernsthaft um den Aufstieg mitzuspielen. Die aktuelle Serie – drei Siege aus den letzten vier Spielen – deutet zwar auf einen späten Saisonendspurt hin, doch der Abstand zum Relegationsplatz bleibt vorerst unverändert.
Herthas spätes Saison-Comeback bringt die Mannschaft näher an die Top Six, reicht für den Aufstiegskampf aber nicht. Mit 44 Punkten und einer starken Auswärtsbilanz konzentriert sich das Team nun darauf, die Saison positiv abzuschließen. Die verbesserte Form, angetrieben von Sessas Leistungen und einer entspannteren Herangehensweise, stimmt für die nächste Spielzeit optimistisch.






