04 April 2026, 14:19

Hessen fordert härtere Linie: Sollten Abschiebungen nach Syrien ausgeweitet werden?

Plakat mit einer Karte von Syrien, die die Zahl der Menschen zeigt, die vor internaler Gewalt fliehen, begleitet von Text und Grafiken, die die Situation darlegen.

Hessen fordert härtere Linie: Sollten Abschiebungen nach Syrien ausgeweitet werden?

Hessens Innenminister Roman Poseck hat die Bundesregierung aufgefordert, in der Syrien-Migrationspolitik eine klare Linie beizubehalten. Seiner Ansicht nach wirkt die Möglichkeit von Abschiebungen als Anreiz für mehr Menschen, Deutschland freiwillig zu verlassen. Seine Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Behörden alternative Methoden für groß angelegte Rückführungen prüfen.

Poseck, Mitglied der CDU, bezeichnete Abschiebungen als einen "notwendigen Hebel", um Migranten zur freiwilligen Rückkehr nach Syrien zu bewegen. Er betonte, dass freiwillige Ausreisen weiterhin im Mittelpunkt stehen sollten, bestand jedoch darauf, dass zwingende Maßnahmen erhalten bleiben müssten.

Im Jahr 2025 wurden 1.705 Personen nach Syrien abgeschoben, wobei die Zahlen für 2024 noch nicht vorliegen. Angesichts möglicherweise steigender Fallzahlen ziehen Sicherheitsbehörden nun Schiffe als Transportoption in Betracht. Die Begründung liegt auf der Hand: Schiffe bieten eine deutlich höhere Kapazität, und die syrische Mittelmeerküste ermöglicht eine praktikable Route für die Überstellungen.

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Poseck forderte die Bundesregierung zudem auf, Syrien mit derselben Dringlichkeit zu behandeln wie Afghanistan. Beide Länder benötigten seiner Meinung nach gleiche Aufmerksamkeit in der deutschen Migrationsstrategie.

Der Vorschlag, Schiffe einzusetzen, spiegelt die Vorbereitungen auf einen möglichen Anstieg der Abschiebungen wider. Posecks Haltung setzt weiterhin auf freiwillige Rückkehren, behält aber zwingende Maßnahmen als Option bei. Bisher hat die Bundesregierung noch keine Änderungen an ihrem aktuellen Vorgehen angekündigt.

Quelle