Hunderte protestieren gegen rechtsextreme Verstrickungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Paul MeyerHunderte protestieren gegen rechtsextreme Verstrickungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Hunderte Demonstranten versammelten sich am Samstag vor dem Hauptbahnhofs von Halle, um die Schließung der Gladiator Fight Academy zu fordern. Der Fitnessstudio steht im Verdacht, als Treffpunkt für rechtsextreme Aktivisten und zur Anwerbung neuer Mitglieder zu dienen. Organisiert von der antifaschistischen Gruppe Daumen runter zog die Kundgebung vor allem junge Menschen an, die sich gegen extremistische Verstrickungen im lokalen Sport aussprachen.
Im Fokus der Proteste stand die in Halle ansässige Gladiator Fight Academy, die mutmaßlich Verbindungen zu rechtsextremen Netzwerken unterhält. Die Demonstranten skandierten Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen!“ und forderten die sofortige Schließung des Studios.
In der Führungsetage des Gyms finden sich Personen mit bekannten extremistischen Kontakten. Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt, spielt dort eine zentrale Rolle. Auch Christopher Henze, dem Verbindungen zur rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig nachgesagt werden, ist beteiligt. Hans Krüger, ein Nachwuchstrainer im Studio, tritt bei dessen Veranstaltungen an und ist Anhänger von Energie Cottbus, einem Verein mit einer eigenen rechtsextremen Fanszene.
Aktuelle Vorfälle haben die Bedenken weiter verschärft. Die Betreiber des Gyms veranstalteten in Teutschenthal den Start ihrer Gladiator Fight Series – mit einem rechtsextremen Publikum. Die Wahl des Veranstaltungsorts, ein kommunales Kultur- und Gemeinschaftszentrum, löste bei den Protestierenden zusätzliche Empörung aus. Berichten zufolge nahm auch Paul Backmund, AfD-Kandidat für die anstehende Landtagswahl, zusammen mit weiteren Parteimitgliedern an der Veranstaltung teil.
Die Demonstration unterstreicht die wachsende kritische Beobachtung der Gladiator Fight Academy und ihrer mutmaßlichen Rolle bei der Organisation rechtsextremer Strukturen. Behörden und lokale Initiativen stehen nun unter Druck, sich mit den Aktivitäten des Studios und dessen Nutzung öffentlicher Räume auseinanderzusetzen. Der Protest zeigt, dass es in Halle weiterhin Widerstand gegen extremistische Einflüsse in der Gemeinschaft gibt.






