K+S setzt auf Ökostrom-Direktlieferung für klimaneutrale Düngemittelproduktion
Jakob BraunK+S setzt auf Ökostrom-Direktlieferung für klimaneutrale Düngemittelproduktion
K+S schließt Direktbelieferungsvertrag mit MPC Capital ab und versorgt Teil seines Kalibergs mit Ökostrom
Der Düngemittelhersteller K+S hat mit MPC Capital einen Direktliefervertrag unterzeichnet, um einen Teil seines Kalibergwerks mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Die Vereinbarung umgeht das öffentliche Stromnetz und ist für das Unternehmen ein Novum. Ab August werden Windkraftanlagen den Werra-Verbundstandort direkt mit Strom beliefern.
Das Projekt umfasst zwei Windräder mit einer kombinierten Leistung von 11,4 Megawatt. Sie stehen nördlich von Philippsthal an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen und gehören MPC Capital. Der vor Ort erzeugte Windstrom fließt direkt in die Produktion von Düngemitteln und anderen K+S-Produkten ein.
K+S investierte einen mittleren sechsstelligen Betrag, um den Windpark an das Werk anzubinden. Die technischen Arbeiten waren innerhalb weniger Wochen abgeschlossen. Dieses Direktbelieferungsmodell ermöglicht es dem Unternehmen, die Energiekosten langfristig zu planen und Netzentgelte zu sparen.
Dr. Jens Christian Keuthen, Vorstandsmitglied von K+S, betonte, dass die direkte Anbindung zum Ziel des Konzerns beitrage, bis 2045 klimaneutral zu werden. Gleichzeitig entlaste die Lösung das lokale Stromnetz im Werra-Tal. Für beide Partner, K+S und MPC Capital, gestaltete sich die Vertragsgestaltung komplex, da es für solche Direktlieferungen keine etablierten Vorlagen gab.
Ab August speisen die Windräder Strom in das Werra-Verbundwerk ein. Die Vereinbarung ermöglicht eine effizientere Nutzung erneuerbarer Energien und unterstützt die langfristigen Nachhaltigkeitsziele von K+S. Das Direktbelieferungsmodell bietet dem Unternehmen zudem finanzielle und operative Vorteile.
