Katholische Kirche in Stuttgart spürt den finanziellen Druck durch sinkende Kirchensteuern
Druck auf der Kirche - Diözese kürzt erneut Mittel - Katholische Kirche in Stuttgart spürt den finanziellen Druck durch sinkende Kirchensteuern
Katholische Bistümer in ganz Deutschland kämpfen mit sich verschärfenden finanziellen Problemen, da die Einnahmen aus der Kirchensteuer zurückgehen. Das Bistum Rottenburg-Stuttgart hat drastische Kürzungen bei der Finanzierung der Pfarrgemeinden angekündigt und will die Zuweisungen bis 2026 auf 167 Millionen Euro reduzieren. Auch andere Bistümer wie Trier und Essen stehen vor ähnlichen Herausforderungen durch schrumpfende Mitgliedszahlen, steigende Kosten und demografische Veränderungen.
Um die Krise zu bewältigen, führt Rottenburg-Stuttgart im Rahmen seines Projekts "Kirche der Zukunft" umfassende Reformen ein. Ohne Gegenmaßnahmen drohten ab 2027 noch härtere Einschnitte, warnen Verantwortliche.
Noch vor Kurzem hatte das Bistum Rottenburg-Stuttgart mit stabilen Kirchensteuereinnahmen von 280 bis 290 Millionen Euro gerechnet. Doch die aktuellen Prognosen zeigen einen deutlichen Rückgang: Bis 2027 werden die Einnahmen voraussichtlich auf etwa 246 Millionen Euro sinken. Diese Lücke zwingt das Bistum, die Mittel für die Pfarrgemeinden von 183 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 167 Millionen Euro im Jahr 2026 zu kürzen.
Um das Defizit auszugleichen, greift das Bistum auf seine finanziellen Rücklagen zurück und entnimmt bis zu 40 Millionen Euro. Gleichzeitig zielt das Projekt "Kirche der Zukunft" darauf ab, die Ausgaben zu senken – unter anderem durch eine Verringerung des Immobilienbestands um 30 Prozent. Die Digitalisierung soll vorangetrieben werden, und die derzeit über 1.000 Pfarrgemeinden könnten zu nur noch 50 bis 80 größeren Einheiten zusammengelegt werden. Auch die Diözesanverwaltung spart: Bis 2030 sollen die Sach- und Personalkosten um 10 Prozent gesenkt werden.
Andere Bistümer gehen ähnliche Wege. Trier rechnet bis 2026 mit einem Rückgang der Einnahmen um 3 Prozent und einem Defizit von 5,7 Millionen Euro – Priorität haben nun unverzichtbare Aufgaben und die Förderung ehrenamtlicher Arbeit. Essen verschärft die Sparmaßnahmen und zehrt von schrumpfenden Rücklagen. Köln hingegen hat einen langfristigen Wirtschaftsplan verabschiedet, um die Finanzen bis 2030 zu konsolidieren.
Trotz der Einschnitte sind keine Entlassungen geplant, da die Belegschaft zunehmend altert. Die Umstrukturierung soll schrittweise erfolgen – doch warnt das Bistum, dass weitere Verzögerungen nach 2027 noch radikalere Maßnahmen erzwingen könnten.
Die finanziellen Probleme der deutschen Bistümer spiegeln grundlegendere Herausforderungen wider: sinkende Mitgliedszahlen, steigende Betriebskosten und gesellschaftlicher Wandel. Mit Reformen wie Immobilienverkäufen, Digitalisierung und Pfarrzusammenlegungen versucht Rottenburg-Stuttgart, die Finanzen zu stabilisieren, bevor die Rücklagen aufgebraucht sind. Ohne diese Veränderungen, so die Warnung, seien in den kommenden Jahren noch tiefgreifendere Kürzungen unvermeidbar.
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