24 April 2026, 12:19

KI-Ikonen auf der Bühne: ProSieben wagt umstrittenes Musik-Experiment mit toten Stars

Eine Frau singt in ein Mikrofon auf der Bühne, während ein Mann eine akustische Gitarre im Hintergrund spielt, mit Deckenlampen, die die Szene beleuchten.

KI-Ikonen auf der Bühne: ProSieben wagt umstrittenes Musik-Experiment mit toten Stars

Umstrittene neue Show kommt im April ins deutsche Fernsehen

Im April startet auf den deutschen Bildschirmen eine kontroverse Neuheit: Staying Alive – Stars singen mit Legenden bringt lebende Künstler mit KI-generierten Versionen verstorbener Musikikonen zusammen. Die Sendung geht auf Sendung, während der dahinterstehende Sender ProSiebenSat.1 mit finanziellen Problemen und sinkenden Einschaltquoten kämpft.

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In der Show treten aktuelle deutsche Acts mit digitalen Rekonstruktionen von Stars wie Amy Winehouse, Elvis Presley, Whitney Houston und Freddie Mercury auf. Der deutsche Popstar Sasha wird mit einem virtuellen Abbild Winehouses performen, während die No Angels die Bühne mit einem simulierten Presley teilen. Alvaro Soler tritt mit Houston auf, und Samu Haber duettiert mit Mercury. Die Auftritte basieren auf KI, die Stimmen und Erscheinungsbilder der verstorbenen Musiker nachahmt.

Produziert wird die Show von Endemol Shine, bekannt für Reality-Formate wie Promis unter Palmen, Daniela Katzenberger – natürlich blond und Big Brother. Das Konzept steht bereits in der Kritik – insbesondere wegen der Einbindung von Winehouse, die vor ihrem Tod 2011 mit Gesundheitsproblemen und Medienbelagerung zu kämpfen hatte.

Die zweiteilige Sonderausstrahlung, die in frühen Ankündigungen den Titel Fiebertraum trug, wird am 25. April und 2. Mai 2023 ausgestrahlt. Das Projekt entsteht zu einer Zeit, in der ProSiebenSat.1 versucht, seine Lage nach drastischen Sparmaßnahmen 2022 – darunter der Abbau von über 400 Stellen – zu verbessern.

Die Premiere der Show fällt in eine Phase anhaltender Debatten über die Ethik des Einsatzes von KI, um verstorbene Künstler "wiederzubeleben". ProSiebenSat.1 hofft, dass das hochkarätige Konzept Zuschauer anzieht und die finanzielle Situation des Senders aufhellt. Beide Folgen werden Ende April und Anfang Mai auf ProSieben zu sehen sein.

Quelle