04 April 2026, 16:15

Lissabon führt Tickets und Zeitlimits an beliebten Aussichtspunkten ein

Blick auf Lissabon von einem Hügel aus, der Gebäude, Bäume, eine Statue auf einem Sockel, Menschen auf der Straße und den Himmel im Hintergrund zeigt.

Lissabon führt Tickets und Zeitlimits an beliebten Aussichtspunkten ein

Lissabon führt an seinen beliebtesten Aussichtspunkten strenge neue Regeln ein, um Überfüllung einzudämmen. Ab Mai sollen Glastourniken, Zeitlimits und Ampelsignale den Besucherandrang steuern. Wer gegen die Vorschriften verstößt, muss mit Bußgeldern und vorübergehenden Sperren der Drehkreuze rechnen.

Das Pilotprojekt startet am 1. April in die Testphase, die vollständige Umsetzung ist bis Anfang 2026 geplant. Sieben zentrale Aussichtspunkte, darunter der Miradouro da Senhora do Monte und der Miradouro de Santa Catarina, werden als Erste von den Änderungen betroffen sein.

Die Stadt wird an vier Hauptaussichtspunkten – Graça, Senhora do Monte, Santa Catarina (Adamastor) und São Pedro de Alcântara – Glastourniken installieren. Besucher benötigen dann Tickets für den Zutritt, und ihre Aufenthaltsdauer wird strikt begrenzt. Ein Ampelsystem zeigt an, wann die Besucher den Bereich verlassen müssen.

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Einwohner, die in den historischen Stadtteilen steuerlich gemeldet sind, erhalten Sonderrechte: Sie können über eine "grüne Spur" Warteschlangen umgehen und bis zu 20 Minuten bleiben – länger als Touristen. Weniger frequentierte Orte wie der Miradouro do Cristo Rei erhalten stattdessen verbesserte Beschilderung, zusätzliche Mülleimer und eine bessere Beleuchtung, aber keine Drehkreuze.

Wer die Ampelsignale ignoriert, löst eine vorübergehende Sperre des Drehkreuzes aus und muss ein Bußgeld in Höhe von 15 Euro zahlen – die sogenannte TOEEC (Steuer auf übermäßige Nutzung von Panoramabereichen). Die eingenommenen Gelder fließen in die tägliche Reinigung der technisch ausgestatteten Aussichtspunkte.

Die Reaktionen der Anwohner sind gespalten: Einige begrüßen die Maßnahmen zur Entlastung der überfüllten Orte, andere kritisieren die Einschränkungen in öffentlichen Räumen.

Das neue System soll Tourismus und lokale Bedürfnisse in Einklang bringen und gleichzeitig für Sauberkeit an den Aussichtspunkten sorgen. Die Testphase beginnt am 1. April, die vollständige Einführung ist für Anfang 2026 vorgesehen. Bußgelder und Drehkreuzsperren sollen von Anfang an für die Einhaltung der Regeln sorgen.

Quelle