04 April 2026, 18:19

VAD plant digitale Klimadatenbank für transparente Fahrzeugdaten in Autohäusern

Fetter weißer Text "net-zero emissions by 2050" auf einem soliden grünen Hintergrund.

VAD plant digitale Klimadatenbank für transparente Fahrzeugdaten in Autohäusern

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (VAD) hat einen Plan für eine digitale "Klimadatenbank" vorgelegt, die das aktuelle papierbasierte Kennzeichnungssystem in Autohäusern ersetzen soll. Mit dem Vorschlag soll der Zugang von Kunden zu Kraftstoffverbrauch und Emissionsdaten verschiedener Fahrzeugmodelle vereinfacht werden. Laut VAD würde diese Umstellung nicht nur rechtliche Lücken schließen, sondern die Informationen auch übersichtlicher und zuverlässiger machen.

Im neuen System würden die Hersteller eine zentrale Datenbank verwalten, die stets aktuelle Fahrzeugparameter enthält. Dies soll die Datenqualität im Vergleich zu den heutigen Papieretiketten deutlich verbessern, die nach Ansicht des VAD oft veraltet oder unvollständig sind. Kunden könnten die Datenbank dann über QR-Codes in den Autohäusern oder per Smartphone abrufen.

Die Nutzung der Datenbank wäre kostenfrei und würde direkte Vergleiche zwischen verschiedenen Modellen ermöglichen. Autofahrer könnten zudem prüfen, wie gut die offiziellen Angaben eines Fahrzeugs zu ihren eigenen Fahrgewohnheiten passen. Für Kunden ohne Smartphone würden die Händler Terminals zur Einsicht der Informationen bereitstellen.

Der VAD schlägt vor, das System auf einer bestehenden Datenplattform der DAT, eines deutschen Anbieters von Automobilinformationen, aufzubauen. Um Genauigkeit und Transparenz zu gewährleisten, könnte die Europäische Kommission die Datenbank auf zentraler Ebene überwachen. Der Verband betont zudem, dass der digitale Ansatz verhindern würde, dass Verbraucherschutzorganisationen formale Schlupflöcher im aktuellen System ausnutzen.

Wird der Vorschlag umgesetzt, würde die digitale Datenbank die nach der EU-Verordnung 2019/631 vorgeschriebenen Papieretiketten ersetzen. Händler müssten dann keine physischen Dokumente mehr auslegen, sondern könnten sich auf QR-Codes stützen, die mit dem zentralen System verknüpft sind. Die Änderung würde einen Schritt hin zu besser zugänglichen und standardisierten Emissionsdaten für Käufer bedeuten.

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