05 May 2026, 10:19

Mediashop meldet Insolvenz an – Rettung durch Investoren geplant

Gebäudefassade mit "ABN AMRO"-Schriftzug, eine Tafel, die es als Unternehmenshauptsitz angibt, Geländer und Vorhänge an Glasfenstern.

Mediashop meldet Insolvenz an – Rettung durch Investoren geplant

Mediashop GmbH meldet Insolvenz an – Zukunft des TV-Shopping-Pioniers ungewiss

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Die Mediashop GmbH, ein führendes Unternehmen im TV-Shopping-Bereich, beantragte im Februar 2026 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens mit Schulden in Höhe von 51,55 Millionen Euro. Der in Neunkirchen ansässige Betrieb beschäftigte einst rund 160 Mitarbeiter, steht nun jedoch vor einer ungewissen Zukunft, während die Insolvenzverwalter um das Überleben des Unternehmens ringen.

Im Rahmen des Insolvenzverfahrens arbeitet der Verwalter Michael Lentsch eng mit Investoren zusammen, um das Unternehmen zu retten. Ein zentraler Bestandteil des Rettungsplans ist der Verkauf der operativen Vermögenswerte sowie des Erbbaurechts – ein Deal, der noch in dieser Woche unterzeichnet werden soll. Das 2018 fertiggestellte Gebäude umfasst 6.566 Quadratmeter, davon 2.670 Quadratmeter Nutzfläche, und ist mit einem jährlichen Erbbauzins von knapp 14.000 Euro bis 2078 belastet.

Die Investoren streben an, die einstige Marktführerschaft von Mediashop im TV-Shopping in Österreich, Deutschland und der Schweiz wiederzubeleben. Dazu gehört auch eine drastische Reduzierung der TV-Sender von 172 auf nur noch 30. Unklar bleibt jedoch, ob der Standort in Neunkirchen erhalten bleibt: Investoren und die Hausbank haben sich noch nicht auf eine Übernahme des Geländes geeinigt. Die Bank hält eine Hypothek von bis zu 5,5 Millionen Euro auf das Objekt, während die aktuellen Verbindlichkeiten bei 3,9 Millionen Euro liegen.

Aktuell sind nur noch 30 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt, doch es gibt Pläne, die Belegschaft wieder aufzustocken. Ein möglicher Umzug des Betriebs würde jedoch logistische Hürden mit sich bringen und die ohnehin komplexe Restrukturierung im Insolvenzverfahren zusätzlich erschweren.

Der Verkauf der Vermögenswerte und des Erbbaurechts steht kurz vor dem Abschluss – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Sanierung. Gelingt das Vorhaben der Investorengruppe, könnte das Unternehmen seine Marktposition zurückerobern und gleichzeitig seine Geschäftsprozesse verschlanken. Ob Mediashop in dem hart umkämpften TV-Shopping-Sektor wieder an Stabilität gewinnt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Quelle