26 March 2026, 10:16

Mirjam Kottmann wird erste Rollstuhl-Nachrichtensprecherin Deutschlands

Ein Mann im Rollstuhl spricht mit Reportern, die Kameras, Mikrofone und Telefone halten, vor einem Banner, Scheinwerfern und einer Wand.

Mirjam Kottmann wird erste Rollstuhl-Nachrichtensprecherin Deutschlands

Mirjam Kottmann hat Geschichte geschrieben: Sie ist die erste Nachrichtensprecherin im Rollstuhl in Deutschland. Seit dem 12. Februar bereichert sie als Moderatorin den Bayerischen Rundfunk (BR) und bringt jahrzehntelange Erfahrung in die Rolle ein. Ihre Berufung markiert einen bedeutenden Moment für die Repräsentation im deutschen Fernsehen.

Kottmann begann ihre Karriere 1997 beim Bayerischen Rundfunk, wo sie zunächst für die Rundschau arbeitete und später für die ARD-Korrespondentenbüros in Rom und Wien tätig war. Im Laufe der Jahre moderierte sie auch die Radiosendung Leben mit Behinderung, in der sie Geschichten und Perspektiven aus der Community von Menschen mit Behinderungen teilte.

In ihrer neuen Funktion wird sie die Nachrichtensendungen um 16:00 Uhr und 18:30 Uhr präsentieren. Anfangs hatte sie Bedenken, im Rollstuhl vor der Kamera aufzutreten, entschied sich schließlich aber, dies selbstbewusst anzunehmen. Während einer Probezeit gewann sie schnell die Zuneigung des Publikums, das ihre angenehme Stimme, ihre Professionalität und ihren zugänglichen Stil lobte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Kottmann lebt mit Multipler Sklerose und ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Ihre Präsenz auf dem Bildschirm macht sie bereits jetzt zu einem Vorbild für Menschen mit Behinderungen. Bisher hatte kein deutscher öffentlich-rechtlicher oder privater Sender eine Nachrichtensprecherin oder einen Nachrichtensprecher mit einer sichtbaren körperlichen Behinderung beschäftigt.

Kottmanns Wechsel ins BR-Nachrichtenteam setzt neue Maßstäbe in den deutschen Medien. Sie wird künftig regelmäßig in den Nachrichten um 16:00 Uhr und 18:30 Uhr zu sehen sein und bringt dabei sowohl Erfahrung als auch eine frische Perspektive ein. Ihre Berufung unterstreicht den wachsenden Anspruch auf Inklusion im Rundfunk.

Quelle