NABU stoppt Windpark in Brandenburg – Eilantrag gegen Artenschutz-Risiken
Paul MeyerNABU stoppt Windpark in Brandenburg – Eilantrag gegen Artenschutz-Risiken
Die Naturschutzorganisation NABU hat rechtliche Schritte eingeleitet, um den Bau eines Windparks in der Nähe von Zootzen in Brandenburg zu stoppen. Die Organisation reichte am 20. April einen Eilantrag ein und argumentiert, dass das Projekt geschützte Tierarten in der Region gefährdet. Erst im vergangenen Monat hatte das Landesamt für Umwelt elf Windkraftanlagen genehmigt.
Der geplante Windpark liegt in der Wittstocker Ruppiner Heide, einem wichtigen Lebensraum für bedrohte Arten. Nur 700 Meter von den vorgesehenen Turbinen entfernt befinden sich Horstplätze von Seeadlern. Zudem warnt der NABU vor Risiken für die Braune Fledermaus, eine seltene Art, die stark auf die Heideflächen angewiesen ist.
Mit ihrer Klage fordert die Naturschutzorganisation die Umsiedlung eines Mäusebussard-Nestes, das sich derzeit im Bereich der geplanten Kranstellflächen befindet. Der NABU betont, dass sowohl Vögel als auch Fledermäuse nach Inbetriebnahme der Anlagen mit den Rotoren kollidieren könnten. Zwar hatte das Landesamt für Umwelt die Genehmigung im März erteilt, doch nach Ansicht des NABU wurden die ökologischen Risiken nicht ausreichend berücksichtigt.
Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg wird nun über den Eilantrag entscheiden. Sollte die Klage erfolgreich sein, könnte dies zu Verzögerungen oder sogar zur Verhinderung des Windparkprojekts führen. Die Entscheidung wird zeigen, ob die Turbinen wie geplant gebaut werden oder weitere Umweltprüfungen durchlaufen müssen.






