05 May 2026, 20:33

Nouripour wirft Deutschland Passivität im Iran-Konflikt vor und fordert mehr Initiative

Detailierte Plakatkarte der iranisch-sowjetischen Grenze mit geographischen Merkmalen und Landesgrenzen, begleitet von erklärendem Text.

Nouripour wirft Deutschland Passivität im Iran-Konflikt vor und fordert mehr Initiative

Omid Nouripour, Vizepräsident des Bundestags und außenpolitischer Experte der Grünen, hat Deutschlands Umgang mit dem Iran scharf kritisiert. Er warnte, dass die jüngsten Angriffe auf zivile Frachtschiffe in der Straße von Hormus die Situation über ein akzeptables Maß hinaus eskalieren ließen. Seine Äußerungen richteten sich auch gegen Außenminister Johann Wadephul, dem er vorwirft, die Bundesregierung unternehme keine entschlossenen Schritte.

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Nouripour wies Behauptungen über eine Waffenruhe in der Straße von Hormus zurück und argumentierte, der Begriff spiegle nicht die Realität wider. Er betonte, dass die anhaltende Aggression des Iran gegen Handelsschiffe beweise, wie instabil die Region nach wie vor sei. Zudem hinterfragte der Politiker, warum Deutschland in der Iran-Politik eine rein reaktive Haltung einnehme.

In seiner Einschätzung ging Nouripour davon aus, dass der Iran sich in Verhandlungen in der stärkeren Position wähne. Das Überleben des Regimes, so seine Argumentation, habe Teheran ermutigt, ohne Furcht vor Konsequenzen zu handeln. Um dem entgegenzuwirken, forderte er Deutschland und andere europäische Staaten auf, eigene Initiativen in die Verhandlungen einzubringen, statt abzuwarten, bis andere die Führung übernehmen.

Seine Kritik richtete sich auch direkt gegen Außenminister Wadephul, dem er Untätigkeit vorwarf. Nouripour plädierte für eine selbstbewusstere Rolle Deutschlands und warnte, dass eine Duldung des iranischen Vorgehens in der Straße von Hormus nur zu weiteren Eskalationen führen werde.

Nouripours Aussagen spiegeln eine wachsende Unzufriedenheit mit der deutschen Iran-Politik wider. Er besteht darauf, dass ohne proaktive Maßnahmen die Angriffe auf die Schifffahrt ungehindert weitergehen werden. Sein Appell für neue, von Europa geführte Verhandlungen unterstreicht den Druck auf eine stärkere und eigenständigere Position in dieser Frage.

Quelle