25 March 2026, 12:18

Platonische Küsse: Warum Promis wie Scarlett Johansson Freundschaften neu definieren

Eine Zeichnung eines Mannes und einer Frau, die sich umarmen und küssen, mit einem Schädel im Hintergrund.

Platonische Küsse: Warum Promis wie Scarlett Johansson Freundschaften neu definieren

Platonische Küsse unter Freunden werden in der Popkultur immer sichtbarer. Prominente wie Cat Deeley, Scarlett Johansson und Jonathan Bailey haben sich in der Öffentlichkeit liebevoll auf die Lippen geküsst. Diese Gesten, die in der westlichen Kultur einst selten waren, spiegeln einen Wandel wider, wie die Gesellschaft nicht-romantische körperliche Zuneigung wahrnimmt.

Erst kürzlich veröffentlichte Cat Deeley ein Geburtstagsfoto, auf dem sie ihre beste Freundin Charlie Brear auf den Mund küsst. Sie beschrieb diese "Freundinnen-Küsse" als ein Ritual, das die Bindung stärkt. Auch Hannah Waddingham, Gigi Hadid und Madonna haben ihre engen Freund:innen in nicht-sexuellen Zuneigungsbekundungen öffentlich geküsst.

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Jonathan Bailey, bekannt durch seine Rolle in Bridgerton, spricht offen darüber, Liebe auf verschiedene Weisen zu zeigen – einschließlich des Küssens von Freund:innen. Sein Kuss mit Scarlett Johansson auf dem roten Teppich während der Promotion zu Jurassic World: Rebirth sorgte für Aufmerksamkeit. Johannssons Ehemann, Colin Jost, betonte später, dass er in der Geste keine romantische Bedrohung sehe.

Laut der Kommunikationsberaterin Judi James ist dieser Trend in Hollywood nicht neu. Sie weist darauf hin, dass solche Zuneigungsbekundungen schon lange zur Prominentenkultur gehören. Die Veränderung der öffentlichen Wahrnehmung vollzog sich jedoch allmählich. In den 1980er- und 1990er-Jahren hinterfragten Filme wie Harry und Sally noch, ob Männer und Frauen "nur Freunde" sein können, ohne dass romantische Spannung entsteht. In den 2010er-Jahren normalisierten Serien wie Friends und Brooklyn Nine-Nine platonische Zuneigung, während soziale Medien den Trend verstärkten.

Wissenschaftler:innen betonen, dass nicht-sexuelles Küssen kein rein menschliches Phänomen ist. Auch Primaten und andere Tiere nutzen ähnliche Gesten, um soziale Bindungen zu festigen und Gefühle von Sicherheit auszulösen. Der "Guppy-Kuss" – ein schneller, freundschaftlicher Kuss – ist ein Beispiel dafür, wie Zuneigung Verbindungen stärkt, ohne romantische Absichten zu verfolgen.

Die wachsende Akzeptanz platonischer Küsse unterstreicht einen größeren kulturellen Wandel. Was einst als ungewöhnlich oder typisch europäisch galt, ist heute eine gängige Art, Freundschaft auszudrücken. Während Prominente und Medien diese Momente weiterhin zeigen, scheint die Stigmatisierung nicht-romantischer körperlicher Zuneigung allmählich zu verschwinden.

Quelle