"Scientology-Speedrun": Warum Jugendliche in Deutschland jetzt Kirchen stürmen
Paul Meyer"Scientology-Speedrun": Warum Jugendliche in Deutschland jetzt Kirchen stürmen
„Scientology-Speedrun“: Ein neuer TikTok-Trend hält Deutschland in Atem
Ein neuer TikTok-Trend namens „Scientology-Speedrun“ verbreitet sich derzeit in Deutschland. Jugendliche stürmen Scientology-Zentren und behandeln die Gebäude wie Level in einem Videospiel. Die Challenge begann in Berlin und hat mittlerweile andere Großstädte erreicht.
Ausgangspunkt war das Scientology-Zentrum in der Otto-Suhr-Allee in Charlottenburg. Die Teilnehmer versuchen, so weit wie möglich in die Gebäude vorzudringen – Etagen werden zu „Spielebenen“, Sicherheitskräfte zu „Gegnern“. Eine Berliner Bloggerin, @larahertha, organisierte einen solchen „Überfall“, wurde jedoch von der Polizei gestoppt, die auf mögliche strafrechtliche Konsequenzen hinwies.
Hausfriedensbruch in Deutschland kann mit Geldstrafen oder sogar bis zu einem Jahr Haft bestraft werden. Trotzdem hat sich der Trend auf Stuttgart, Hamburg und München ausgeweitet. In den USA haben einige Scientology-Niederlassungen bereits ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärft.
Scientology zählt in Deutschland rund 3.600 Mitglieder und strebt danach, seine Lehren zu verbreiten und durch seine Methoden einen „Clear“ zu schaffen – einen nach eigenen Angaben „vollendeten“ Menschen. Im Vergleich zu größeren Religionsgemeinschaften bleibt die Organisation jedoch eine kleine Randgruppe.
In den Kommentaren unter @larahertas Beiträgen wird unterdessen bereits das nächste Ziel diskutiert: der Bundestag.
Der „Scientology-Speedrun“ hat zu rechtlichen Warnungen und verstärkten Sicherheitsmaßnahmen an betroffenen Orten geführt. Die Behörden betonen, dass Hausfriedensbruch Konsequenzen nach sich zieht. Doch der Trend sorgt weiter für Aufmerksamkeit – und die Teilnehmer planen bereits weitere Aktionen.






