Tankrabatt enttäuscht: Warum Autofahrer kaum von der Steuerentlastung profitieren
Jakob BraunTankrabatt enttäuscht: Warum Autofahrer kaum von der Steuerentlastung profitieren
Tankrabatt in Deutschland: Preissenkungen bleiben hinter den Erwartungen zurück
Seit dem 1. Mai gilt in Deutschland der staatliche Tankrabatt, der Autofahrerinnen und Autofahrer entlasten soll. Zwar sind die Spritpreise gesunken, doch die Ersparnis fällt deutlich geringer aus als von der Regierung durch die Steuerentlastung vorgesehen. Zudem hat die Maßnahme den Gesamtverbrauch an Kraftstoffen kaum gedämpft.
Die Bundesregierung senkte die Energiesteuer um 17 Cent pro Liter – doch an der Zapfsäule kommt davon bei den Verbrauchern deutlich weniger an. Im Schnitt verbilligte sich Diesel nur um 4 Cent, Superbenzin immerhin um 12 Cent. Die Differenz deutet darauf hin, dass der Rabatt nicht vollständig an die Kundschaft weitergegeben wird.
Ein möglicher Grund für die geringere Ersparnis bei Diesel ist die starke Importabhängigkeit Deutschlands. Zudem profitieren einkommensstärkere Haushalte überproportional von der Subvention, da sie in der Regel mehr für Sprit ausgeben.
Trotz der Preissenkungen bleibt die Nachfrage nach Diesel und Benzin weitgehend stabil. Bisher zeigt der Tankrabatt kaum Wirkung auf den Verbrauch. Zwar sind die Kraftstoffpreise gesunken, doch die Entlastung fällt je nach Sorte unterschiedlich aus – und bleibt hinter der vollen Steuerermäßigung zurück. Die breiteren Auswirkungen der Maßnahme auf den Kraftstoffverbrauch und die Haushaltsausgaben halten sich bisher in Grenzen.






