24 April 2026, 04:13

Zwei neue Unternehmen bauen Ladeinfrastruktur für E-Autos in Südwestdeutschland aus

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Zwei neue Unternehmen bauen Ladeinfrastruktur für E-Autos in Südwestdeutschland aus

Zwei neue Unternehmen verstärken ihre Bemühungen, das Netz an Ladestationen für Elektrofahrzeuge (E-Autos) in Südwestdeutschland auszubauen. Die Ecowerk e-charge, im Juli 2024 von den Stadtwerken Tübingen gegründet, will das Ladenetz in Tübingen und der Umgebung deutlich erweitern. Parallel dazu nahm die Ladestationen Südwest GmbH & Co. KG (LSG) im Januar 2025 in Zweibrücken ihren Betrieb auf – unterstützt von acht regionalen kommunalen Versorgern.

Die Ecowerk e-charge ist mit einem klaren Auftrag an den Start gegangen: den Aufbau und Betrieb eines dichten öffentlichen Ladenetzes. Das Tochterunternehmen der Stadtwerke Tübingen plant zudem die Einführung eines eigenen Tarifsystems für das Laden, bietet Lösungen für Unternehmen und Privatkunden an und übernimmt Abrechnungsdienstleistungen für andere Betreiber. Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen, betonte, dass E-Autos auf Dauer oft günstiger seien als Benziner oder Diesel. Die neue Tochtergesellschaft helfe zudem, die Wertschöpfungskette zu bündeln und den Ausbau zu beschleunigen.

Die Stadtwerke Tübingen hatten bereits zuvor die Ecowerk ins Leben gerufen, um Wind- und Solarprojekte zu steuern – in der Erkenntnis, dass separate Gesellschaften den Einstieg in neue Märkte erleichtern. Kommunale Tochterunternehmen wie dieses profitieren von wirtschaftlicher Flexibilität, Personalvorteilen, besseren Beschaffungsmöglichkeiten und rechtlicher Anpassungsfähigkeit.

In Zweibrücken agiert die LSG als Charge-Point-Operator (CPO) und finanziert ihre Arbeit über Ladegebühren sowie Roaming-Dienste. Sophie-Charlotte Knecht, Mitgeschäftsführerin der LSG, verwies auf die anhaltenden Herausforderungen bei der E-Mobilitätswende. Dazu zählen Vorbehalte der Verbraucher gegenüber der Reichweite der Batterien und den hohen Anschaffungskosten sowie Lücken in der Ladeinfrastruktur in einigen Regionen. Zudem verbietet das deutsche Recht Netzbetreibern, öffentliche Ladestationen zu besitzen oder zu betreiben – mit Ausnahme des privaten Gebrauchs.

Die LSG wurde mit einer Minderheitsbeteiligung der Stadtwerke Zweibrücken sowie sieben weiteren regionalen Versorgern als Gesellschaftern gegründet. Beide Unternehmen wollen die wachsende Nachfrage nach zuverlässigen Lademöglichkeiten bedienen, doch bleibt es eine Herausforderung, Autofahrer vom Umstieg auf E-Autos zu überzeugen.

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Die beiden Initiativen stehen für einen breiten Schub, die E-Auto-Infrastruktur in der Region zu verbessern. Ecowerk e-charge und LSG konzentrieren sich darauf, den Zugang zu Ladestationen auszubauen – bei gleichzeitiger Bewältigung regulatorischer Hürden und Marktvorbehalten. Ihr Erfolg könnte maßgeblich beeinflussen, wie schnell sich die E-Mobilität in Südwestdeutschland durchsetzt.

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