BAT schließt Südafrika-Werk – doch Aktienrückkäufe signalisieren Stärke trotz Tabak-Krise
BAT schließt Südafrika-Werk – doch Aktienrückkäufe signalisieren Stärke trotz Tabak-Krise
British American Tobacco (BAT) schließt sein einziges Werk in Südafrika, während das Unternehmen gleichzeitig ein großes Aktienrückkaufprogramm vorantreibt. Bis Ende 2026 wird der Konzern seinen Produktionsstandort in Heidelberg stilllegen – als Begründung wird der Druck durch den illegalen Zigarettenhandel genannt. Parallel dazu hat BAT weitere 161.326 eigene Aktien zurückgekauft, was trotz des Rückschlags in Afrika Vertrauen in die finanzielle Stabilität des Unternehmens signalisiert.
Die Schließung des Heidelberg-Werks betrifft rund 230 Mitarbeiter. Statt auf lokale Produktion zu setzen, will BAT den südafrikanischen Markt künftig über Importe aus anderen regionalen Produktionsstätten bedienen, in denen das Unternehmen noch Fabriken betreibt. Diese Entscheidung folgt auf jahrelange Kämpfe gegen den illegalen Tabakhandel, der legale Hersteller untergraben hat.
Trotz der Herausforderungen in Südafrika hält BAT an seinen Finanzzielen für 2026 fest. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit einem Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent sowie einem bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) von 5 bis 8 Prozent. Ein zentraler Treiber dieser Zuversicht ist die starke Performance in den USA, einem der wichtigsten Märkte des Konzerns. Zudem hat BAT in diesem Jahr bis zu 1,3 Milliarden Pfund für Aktienrückkäufe reserviert – ein Zeichen für robuste Cashflows selbst in einem schwierigen Marktumfeld. Der jüngste Rückkauf von 161.326 Aktien, die anschließend annulliert werden, erhöht den Anteil der verbleibenden Aktionäre. Neben traditionellen Tabakprodukten setzt das Unternehmen auf „Neue Kategorien“ – etwa nikotinhaltige, aber tabakfreie Alternativen – als Teil seiner langfristigen Vision, bis 2035 eine „rauchfreie Welt“ zu schaffen. Investoren blicken nun auf die Ergebnisse für das Gesamtjahr 2025, die am 12. Februar 2026 veröffentlicht werden sollen.
Die Schließung der Heidelberg-Fabrik markiert einen deutlichen Wandel in BATs Südafrika-Geschäft, wo Importe künftig die lokale Produktion ersetzen. Gleichzeitig deuten das Aktienrückkaufprogramm und die unveränderten Wachstumsprognosen darauf hin, dass sich der Konzern auf seine langfristige Strategie konzentriert. Der nächste Finanzbericht Anfang 2026 wird weitere Klarheit über die Fortschritte bringen.
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