24 March 2026, 06:21

"Den Himmel mit beiden Händen halten": Ein Mädchen überlebt die Hölle der 80er-Berliner Kommune

Ein abgenutztes Buch mit einer aufgeschlagenen Seite, die eine detaillierte Karte von Berlin zeigt, einschließlich Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, begleitet von Text über die Bevölkerung und Merkmale der Stadt.

"Den Himmel mit beiden Händen halten": Ein Mädchen überlebt die Hölle der 80er-Berliner Kommune

"Den Himmel mit beiden Händen halten" – ein packender und doch hoffnungsvoller Roman über ein Mädchen im Chaos der 1980er Berliner Kommune

Das neue Buch "Den Himmel mit beiden Händen halten" erzählt die erschütternde, aber auch von Hoffnung durchzogene Geschichte von Lale, einem Mädchen, das in den turbulenten 1980er Jahren in einer Berliner Kommune aufwächst. Geschrieben von Lilli Tollkien – die diese Kindheit selbst erlebte –, schildert der Roman Lales Kampf ums Überleben zwischen Sucht, Vernachlässigung und Missbrauch.

Leser beschreiben das Buch als mitreißend, viele blättern die Seiten in verzweifelter Hoffnung um, dass Lale ihren Umständen entkommt.

Lales Leben beginnt im Chaos. Mit nur achtzehn Monaten wird sie in staatliche Obhut genommen, nachdem sie Rohypnol-Tabletten verschluckt hat, während ihre heroinabhängige Mutter bewusstlos daniederliegt. Ihr Vater, ein Kleinkrimineller mit Verbindungen zur linksradikalen APO-Bewegung, sitzt zu diesem Zeitpunkt im Gefängnis.

Zurück zu ihren Eltern, wächst Lale in einer Berliner Männer-WG auf, in der revolutionäre Debatten eine düstere Realität überdecken. Schwerer Alkoholkonsum, harte Drogen und endlose Partys prägen den Alltag. Die Frauen in der Kommune kommen und gehen, doch Lale bleibt – ausgesetzt ständiger Gefahr. Ein Mitbewohner missbraucht sie als Kind sexuell, während sie von giftigen Substanzen umgeben ist.

Die Schule bietet kurze Atempause – bis die Pubertät einsetzt. Dann stürzt Lale in die Sucht und instabile Beziehungen, ein Abbild des Chaos ihrer Erziehung. Ihr Vater zieht schließlich in die WG, bleibt aber blind für die Bedrohungen, denen seine Tochter ausgesetzt ist.

Die Autorin Lilli Tollkien, 1980 geboren, schöpft aus eigenen Erfahrungen als das Mädchen Lale. Später absolvierte sie Ausbildungen in Regie und Musiktherapie, arbeitete als Suchtberaterin in Gefängnissen und verfolgte Karrieren in Bühnenbild und Fotografie. Dieser Debütroman ist ihr erstes großes Werk beim Aufbau Verlag und soll 2026 erscheinen.

Das Buch legt schonungslos die brutalen Folgen von Vernachlässigung offen und zeigt zugleich die zerbrechliche Widerstandskraft eines Kindes, das sich durch extreme Härten kämpft. Lales Weg – von der staatlichen Fürsorge in die Gefahren der Kommune – spiegelt ein Leben wider, das von systemischem Versagen und persönlichem Trauma geprägt ist.

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Die Leser bleiben mit der Wucht ihrer Geschichte zurück – einer Erzählung, die noch lange nach der letzten Seite nachhallt.

Quelle