EU, DBU und Baden-Württemberg planen Kampf gegen die Plastikflut in Europa

EU, DBU und Baden-Württemberg planen Kampf gegen die Plastikflut in Europa
Treffen in Brüssel: EU, DBU und Baden-Württemberg beraten über Plastikmüll-Krise
Ein kürzlich stattgefundenes Treffen in Brüssel vereinte Vertreter der EU-Kommission, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und das Umweltministerium Baden-Württembergs, um die wachsende Problematik des Plastikmülls in Europa anzugehen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Maßnahmen zur Reduzierung der Umweltverschmutzung und zur Verbesserung des Recyclings. Experten wiesen auf das Ausmaß der Krise hin: Jährlich werden Millionen Tonnen Plastik produziert und anschließend entsorgt.
Auf der Veranstaltung forderte Thekla Walker, Umweltministerin von Baden-Württemberg, schärfere EU-Vorgaben. Sie sprach sich für ein vollständiges Verbot der Deponierung von Kunststoffen sowie für eine effizientere Sammlung wiederverwertbarer Materialien aus. Ihre Forderungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland nur etwa die Hälfte seines Plastikmülls recycelt – der Rest wird verbrannt.
Florika Fink-Hooijer, Generaldirektorin für Umwelt in der EU-Kommission, lenkte die Aufmerksamkeit auf ein weiteres drängendes Problem: die Verbindungen zwischen Plastikmüll und organisierter Kriminalität. Sie betonte die Notwendigkeit strengerer Kontrollen, um illegale Mülldeponien und den Handel mit Abfällen zu bekämpfen. Alexander Bonde, Generalsekretär der DBU, unterstrich hingegen die Bedeutung einer Kreislaufwirtschaft. Seiner Ansicht nach müssten Wiederverwendung und Recycling von Kunststoffen zur gängigen Praxis werden. Die EU unterstützt diesen Wandel bereits durch Investitionen in Recyclinganlagen und fordert die Industrie auf, nachhaltige Materialien einzusetzen.
Die Dimensionen der Plastikproduktion in Europa bleiben erschreckend: Weltweit werden jährlich rund 414 Millionen Tonnen hergestellt, wobei Europa 13 Prozent und Deutschland 2,3 Prozent dazu beitragen. Um gegenzusteuern, plant die EU bis Ende 2026 ein Kreislaufwirtschaftsgesetz, das neue rechtliche Standards für das Abfallmanagement in Europa setzen soll.
Das Brüsseler Treffen machte deutlich, wie dringend es ist, den Plastikmüll in Europa zu verringern und die Recyclingquoten zu erhöhen. Mit den anstehenden Gesetzesvorhaben will die EU die Kontrollen verschärfen und nachhaltige Praktiken fördern. Nun rückt in den Fokus, wie Industrie und Regierungen diese Veränderungen in den kommenden Jahren in Europa umsetzen werden.

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