Freiburg führt 2026 Steuer auf Einwegverpackungen für Essen ein – was das bedeutet

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Eine Straßenansicht mit verschiedenen Schildern, Speisekarten, Werbetafeln und Getränkedosen sowie Gewürzen und Kondimenten in Plastikbehältern draußen.

Freiburg führt Abgabe auf Einwegverpackungen ein - Freiburg führt 2026 Steuer auf Einwegverpackungen für Essen ein – was das bedeutet

Freiburg führt ab 2026 Steuer auf Einwegverpackungen für Essen und Getränke ein

Ab Januar 2026 wird Freiburg als zweite Stadt in Baden-Württemberg nach Tübingen eine Abgabe auf Einwegverpackungen für Lebensmittel und Getränke erheben. Mit der Maßnahme wollen die Verantwortlichen nicht nur Müll reduzieren, sondern auch im kommenden Jahr rund 2,2 Millionen Euro einnehmen.

Die Steuer betrifft jedes Einwegprodukt, das mit einer Mahlzeit verbunden ist: Auf Becher, Essensboxen und Takeaway-Verpackungen werden 50 Cent fällig. Für längeres Einweggeschirr wie Besteck oder Strohhalme (über zehn Zentimeter Länge) kommen zusätzlich 20 Cent pro Stück hinzu.

Betroffen sind Betriebe in der gesamten Stadt – von Bäckereien und Metzgereien über Supermärkte bis hin zu Tankstellen. Um den Übergang zu erleichtern, hat Freiburg das wiederverwendbare Verpackungsnetzwerk Mehrwegverbund ins Leben gerufen. Dieses übernimmt Logistik, Reinigung und Pfandabwicklung: Kunden können an bereits 16 Standorten Mehrwegbecher gegen ein Pfand von einem Euro nutzen. Bürgermeister Martin Horn treibt die Wende voran und wirbt mit einer "Mehrweg-Initiative" dafür, bei städtischen Veranstaltungen auf Einwegprodukte zu verzichten. Zwar werden Takeaway-Essen und -Getränke durch die Abgabe teurer, doch die Stadt betont, dass es vor allem um die drastische Reduzierung von Abfall gehe.

Die Verpackungssteuer tritt am 1. Januar 2026 in Kraft. Sie gilt für Einwegbehälter, -besteck und -halme, wobei die Gebühren zwischen 20 Cent und 50 Cent pro Artikel liegen. Das Vorhaben soll nicht nur Müll vermeiden, sondern auch weitere Nachhaltigkeitsprojekte in der Stadt finanzieren.