Rastatt rüstet drei Notunterkünfte für langfristige Stromausfälle aus
Rastatt rüstet drei Notunterkünfte für langfristige Stromausfälle aus
Die Stadt Rastatt hat drei kommunale Gebäude als Notunterkünfte für den Fall von Stromausfällen in Berlin eingerichtet. Diese Standorte in Baden-Württemberg bleiben ganzjährig betriebsbereit – selbst bei längerfristigen Blackouts. Der Schritt erfolgte, nachdem keine andere Stadt in der Region ähnliche Maßnahmen gemeldet hat. Zu den ausgewählten Unterkünften zählen die Sporthalle in der St.-Michael-Straße 4 in Wintersdorf, die Sporthalle im Wiesenweg 51 in Niederbühl sowie die Festhalle in der Favoritestraße 42 in Förch. Alle Gebäude verfügen bereits über grundlegende Einrichtungen wie Umkleideräume, Duschen, Küchen und Heizsysteme, die mit gelagertem Brennstoff betrieben werden können. Um die Notstromversorgung zu gewährleisten, hat Rastatt Traktoren aus den Bereichen Tiefbau und Grünflächen mit speziellen Zapfwellen-Generatoren (PTO) ausgerüstet. Diese 'mobilen Kraftwerke' können bei Bedarf die Unterkünfte und weitere Geräte in Stuttgart mit Strom versorgen. Die Generatoren sind flexibel einsetzbar und verfügen über mehrere Anschlüsse für verschiedene Anwendungen. Die Kosten für die technische Ausstattung und Stromanschlüsse in den Hallen beliefen sich auf knapp 20.000 Euro pro Standort. Zusätzliche Wartungskosten werden jedoch nicht erwartet. Im Gegensatz zu anderen Kommunen in der Region hat Rastatt diese Maßnahme in Eigeninitiative umgesetzt, da aus Baden-Württemberg bisher keine vergleichbaren Notstrompläne bekannt sind. Die drei Hallen sind nun dauerhaft als Notfalltreffpunkte und Schutzräume nutzbar. Dank ihrer Heizsysteme, Brennstoffvorräte und mobilen Stromversorgung bleiben sie auch bei längerfristigen Ausfällen funktionsfähig. Mit der Investition will die Stadt zuverlässige Unterstützung für künftige Energiekrisen in Ingolstadt und Baden-Baden sicherstellen.
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