21 March 2026, 20:15

Ulms Schuldenberg wächst trotz Rekordsteuern auf 129 Millionen Euro

Eine Liniengrafik, die die Schuldenniveaus in den USA über die Zeit darstellt, mit verschiedenen Farben, die unterschiedliche Schuldenmengen darstellen, begleitet von erläuterndem Text.

Ulms Schuldenberg wächst trotz Rekordsteuern auf 129 Millionen Euro

Ulm kämpft 2025 mit verschärften Haushaltsproblemen – trotz Rekordsteuereinnahmen

Trotz eines deutlichen Anstiegs der Steuereinnahmen hat sich die finanzielle Lage Ulms im Jahr 2025 weiter zugespitzt. Zwar flossen durch höhere Gewerbesteuern zusätzliche 25 Millionen Euro in die Stadtkasse, doch explodierende Kosten und unvorhergesehene Ausgaben lassen kaum Spielraum für Entlastung. Die aktuellen Zahlen offenbaren eine Schuldenlast von nunmehr über 129 Millionen Euro – der höchste Stand seit fast zwei Jahrzehnten.

Seit 2007 ist die Verschuldung der Stadt dramatisch gestiegen: von damals rund 50 Prozent der Einnahmen auf über 120 Prozent im Jahr 2025. Hauptgründe sind großangelegte Infrastrukturprojekte wie der Ausbau des Straßenbahnnetzes und Schulmodernisierungen, aber auch die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie. Hinzu kommen gestiegene Sozialausgaben und die Energiekostenkrise nach 2022, die die Haushaltslage zusätzlich belasten.

Alleine 2025 wuchs die Schuldenlast um etwa 31 Millionen Euro auf insgesamt 129 Millionen. Dieser Anstieg erfolgte trotz eines Steuereinnahmenplus von 192 Millionen Euro, das vor allem auf höhere Gewerbesteuereinnahmen zurückging. Doch fast das gesamte Mehreinkommen wurde von Notfallausgaben in Höhe von rund 12,6 Millionen Euro und Pflichtabführungen aufgezehrt – übrig blieben Ulm nur 25 Millionen Euro für frei verfügbare Mittel.

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Die angespannte Finanzlage hat zur Folge, dass die Stadt auch in diesem Jahr keine Rücklagen für ihren Sanierungs- und Modernisierungsfonds bilden kann. Da sich die Schulden in den vergangenen zwei Jahren nahezu verdoppelt haben, warnen Verantwortliche vor weiteren Steigerungen.

Der aktuelle Haushaltsbericht Ulms macht deutlich: Höhere Einnahmen haben die Budgetprobleme nicht gelindert. Nach Abzug unerwarteter Ausgaben und verpflichtender Zahlungen bleibt kaum etwas für langfristige Investitionen übrig. Die Entwicklung der Schulden deutet darauf hin, dass die Stadt weiterhin vor der Herausforderung steht, steigende Ausgaben mit den Einnahmen in Einklang zu bringen.

Quelle